Rundungen: Die in den Tabellen aufgeführten Beträge sind gerundet. Summenwerte und Verhältniszahlen können deshalb von der Summe der einzelnen Werte abweichen. Massgeblich ist die deutsche Fassung.
1. EINLEITUNG
Die vorliegende Publikation «Berichte und Rechnung» enthält den Lagebericht zur wirtschaftlichen Situation der Alternativen Bank Schweiz AG (ABS) sowie die umfassende Jahresrechnung. Zusätzlich finden sich darin der Bericht der Revision als statutarisches Organ sowie die Übersicht über die Mitglieder der Organe und der Bericht der Ethik-Kontrollstelle. Ziel dieser ergänzenden Berichterstattung ist es, dass alle Anspruchsgruppen mit einer einzigen Publikation ein umfassendes Bild des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage sowie der Risikoeinschätzung der Bank erhalten.
Die ABS wurde 1990 gegründet, um wirtschaftliche, sozialpolitische, ökologische und kulturelle Alternativen durch Vermittlung und Betreuung von Geld und Kapital zu fördern. Als Aktiengesellschaft richtet sie sich nach den Vorgaben des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) und nach ihren Statuten. Die ABS verfügt über eine Bank- und Wertpapierhauslizenz der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Als kleine, besonders liquide und gut kapitalisierte Bank nimmt die ABS am Kleinbankenregime teil. Sie profitiert dadurch von vereinfachten Anforderungen für die Berechnung und Offenlegung der erforderlichen Eigenmittel und Liquidität sowie von qualitativen Entlastungen im Rahmen der FINMA-Rundschreiben.
2. RAHMENBEDINGUNGEN
Weltwirtschaftliche Entwicklung: geprägt durch Unsicherheiten
2025 wurde die Lage der Weltwirtschaft stark durch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump geprägt. Kurz nach seinem Amtsantritt am 20. Januar kam es am Aktienmarkt in den USA zu erhöhter Volatilität wegen Unsicherheiten, ausgelöst durch die Ankündigung einer aggressiven Handelspolitik mit hohen Importzöllen. Unter anderem dank starken Unternehmensgewinnen und der Hoffnung auf begrenzte wirtschaftliche Auswirkungen der neuen Importzölle stabilisierten sich die Märkte Mitte Jahr wieder. Wie schon 2024 prägten auch 2025 verschiedene geopolitische Herausforderungen die Lage der Weltwirtschaft. Dazu gehören neben dem anhaltenden Krieg in der Ukraine der gewalttätige Konflikt im Nahen Osten sowie die Handelskonflikte zwischen den USA und China und der EU. Die Konjunktur kühlte sich im Berichtsjahr insgesamt leicht ab. Für die USA gehen die Prognosen für das abgeschlossene Jahr von einem BIP-Wachstum von 2,0 Prozent aus, für China von 4,9 Prozent und für die EU von 1,6 Prozent. Für die Schweiz geht die Expertengruppe Konjunkturprognose des Bundes von einem Wachstum von 1,1 Prozent aus. Das ist ein Prozentpunkt weniger als noch 2024.
Zwar liegen die Inflationsmasse noch leicht über dem Zwei-Prozent-Ziel der US-Notenbank, anders als erwartet ist die Inflation in den USA trotz Importbeschränkungen nicht weiter angestiegen. So konnte die Notenbank im vergangenen Jahr dreimal die Zinsen senken und so die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt stützen. Die EZB senkte ihre Zinsen viermal und die SNB zweimal. Während die Inflation im Euroraum noch knapp über dem oberen Ende des Zielbandes von 2 Prozent liegt, kam es in der Schweiz zu einer deflationären Entwicklung. Die Inflation tauchte zwischenzeitlich sogar unter 0 Prozent.
Marktentwicklung: Zinsdifferenzgeschäft unter Druck
Mit der Senkung des SNB-Leitzinses auf 0 Prozent geriet insbesondere das Zinsdifferenzgeschäft vieler Schweizer Banken unter Druck – besonders bei Regional- und Kantonalbanken. In der Folge reduzierten sich die Gewinnerwartungen im Bankensektor. Gemäss einer Umfrage von EY rechnet fast die Hälfte der befragten Banken 2025 mit einem tieferen operativen Ergebnis als noch in den Vorjahren.
Ein Grossteil der Banken sah sich mit steigenden Betriebskosten konfrontiert. Diese resultierten insbesondere aus Investitionen in den Ausbau und den Betrieb von IT-Systemen und aus verstärkten Massnahmen im Bereich der Cyber- und Datensicherheit. Daneben war die Erfüllung der steigenden regulatorischen Anforderungen für viele ein wichtiger Kostenfaktor.
Finanzieren: Steigende Hypothekarzinsen, stabile Nachfrage nach Immobilien- und Firmenkrediten
In der zweiten Hälfte des Berichtsjahres sind die Hypothekarzinsen leicht gestiegen. Die Nachfrage nach Immobilienkrediten blieb dabei unverändert hoch. Nachhaltigkeitsaspekte haben sich in diesem Geschäftsbereich zunehmend als Standard etabliert, wobei die Energieeffizienz von Liegenschaften ein wichtiger Bewertungsfaktor ist.
Auch im Bereich der Firmenkredite ist die Nachfrage 2025 weiter gewachsen. Neue regulatorische Anforderungen und der Fokus der FINMA auf Kapitalstärke und Risikomanagement führten allerdings dazu, dass Banken etwas selektiver wurden in der Kreditvergabe. Nachhaltige Firmenkredite blieben weiterhin eher eine Nische, auch wenn das Angebot zunahm.
Anlegen: positives Jahr für Aktien und Obligationen
Trotz der Turbulenzen, die die Zollpolitik der Trump-Administration verursachte, entwickelte sich das Jahr 2025 zu einem positiven Jahr für Aktien und Obligationen. Viele Indizes legten im Berichtsjahr wieder zu. Der MSCI All Country World Index (globaler Aktienindex unter Einschluss der Entwicklungsländer) stieg um 20,6 Prozent, der Swiss Market Index (SMI) um 14,4 Prozent. Dazu trugen unter anderem die anhaltend tiefe Inflation, robuste Unternehmensgewinne sowie bei den Obligationen teilweise sinkende Zinsen bei.
Regulatorisches Umfeld: periodische Überprüfung der Geschäftsbeziehung, Transparenzgesetz, FINMA-Rundschreiben zu naturbezogenen Finanzrisiken und nachträgliche Einkäufe in die Säule 3a
Die periodische Überprüfung der Geschäftsbeziehung (KYC-Daten) ist seit 1.1.2023 eine gesetzliche Pflicht zur Bekämpfung von Geldwäscherei. Banken prüfen Kundendaten, wirtschaftliche Berechtigungen sowie steuerliche Ansässigkeit risikobasiert. Das heisst, alle Kundinnen und Kunden werden nach und nach kontaktiert und die Daten werden überprüft. Allenfalls ist auch eine erneute Identifizierung der Kundschaft notwendig. Bei juristischen Personen müssen die Angaben zusätzlich mittels Aktienbuch, Handelsregisterauszug o. ä. nachgewiesen werden.
Zudem wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2026 ein Bundesgesetz über die Transparenz juristischer Personen und die Identifikation der wirtschaftlich berechtigten Personen in Kraft gesetzt. Darin wird festgelegt, dass insbesondere alle nicht börsenkotierten Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Genossenschaften ihre wirtschaftlich Berechtigten einem Transparenzregister melden müssen. Das Register ist nicht öffentlich zugänglich und dient der Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung.
Die FINMA hat am 12. Dezember 2024 ein neues Rundschreiben zum Thema «Naturbezogene Finanzrisiken» veröffentlicht. Es konkretisiert die Erwartungen an Banken und Versicherer im Umgang mit klima- und weiteren naturbezogenen Risiken. Das Rundschreiben tritt ab dem 1. Januar 2026 gestaffelt in Kraft. Für Banken gilt eine Übergangsfrist bis spätestens 1. Januar 2028 für die vollständige Umsetzung. Die ABS bewegt sich im Kleinbankenregime und wird die Inhalte des Rundschreibens angemessen berücksichtigen. Sie hat dazu einen Umsetzungsplan ausgearbeitet, der schrittweise bis Ende 2027 implementiert wird.
Der Bundesrat hat am 6. November 2024 eine Änderung der Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV 3) vorgenommen, welche nachträgliche Einkäufe in die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) ermöglicht. Ab dem Steuerjahr 2026 können erstmals Beitragslücken für das Jahr 2025 rückwirkend geschlossen werden, sofern im betreffenden Jahr ein AHV‑pflichtiges Erwerbseinkommen erzielt wurde und die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Im Berichtsjahr hat die ABS die Datenhaltung dazu sichergestellt und ihre Systeme für die Einführung des Einkaufs per 2026 eingerichtet.
3. STRATEGISCHE SCHWERPUNKTE UND WICHTIGE MASSNAHMEN
Hohe Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden
Die ABS liess Ende 2024 durch das gfs-Institut in Zürich eine repräsentative Umfrage bei ihrer Kundschaft durchführen. 2025 konnten die Ergebnisse ausgewertet werden. Sie zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden mit der ABS. Die Bank bietet die Produkte, die die Kundschaft benötigt, in der Qualität an, die sie erwartet. Auch der Kundenkontakt wurde sehr gut bewertet. Die meisten Kundinnen und Kunden kommen aufgrund von Weiterempfehlungen zur ABS und wählen sie, weil die Bank Werte vertritt, die ihnen selbst wichtig sind.
Cyber-Versicherung für alle Kundinnen und Kunden mit einer ABS-Debitkarte
Seit Juni 2025 bietet die ABS allen Kundinnen und Kunden mit einer ABS-Debitkarte eine sogenannte Cyber-Versicherung an. Diese schützt vor finanziellen Schäden, die durch Kartenmissbrauch oder bei Online-Einkäufen entstehen können. Die maximale Versicherungssumme beträgt CHF 3000 für maximal zwei Schadensereignisse pro Jahr. Die Versicherung ist automatisch bei den Debitkarten dabei. Für die Kundinnen und Kunden entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Neugeldkampagne zur Stärkung des Kreditgeschäfts
Im Jahr 2024 verzeichnete die ABS ein ausserordentlich starkes Kreditwachstum. Die Nachfrage nach ABS-Krediten begann stärker zu wachsen als die Kundengelder. Um eine jederzeit solide Refinanzierung ihrer Kredite mit Kundengeldern sicherzustellen, vergab die Bank anfangs 2025 neue Kredite vorsorglicherweise vorübergehend nur zurückhaltend. Gleichzeitig ergriff sie gezielte Massnahmen, um zusätzliche Kundengelder aufzubauen. So lancierte sie im April unter anderem eine Kassenobligation mit Sonderzinssätzen für Neugelder. Dieses neue Angebot sowie die Bewerbung der 3. Säule, des Sparkontos und der ABS-Aktie innerhalb der ABS-Kundschaft und in Magazinen von Partnerorganisationen (z. B. Casanostra von Casafair und Bioterra) trugen dazu bei, dass die Refinanzierung von Krediten aus Kundengeldern und mittels Eigenkapital gestärkt werden konnte. In der Folge lockerte die ABS die zurückhaltende Kreditvergabe wieder.
Jubiläums-Generalversammlung: Rückblick auf 35 Jahre ABS
Am 23. Mai 2025 feierte die ABS ihr 35-jähriges Bestehen im Rahmen ihrer Generalversammlung, nachdem die für 30 Jahre ABS geplante Feier 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte. Nach dem offiziellen Teil luden zwei Podiumsgespräche und eine Ausstellung dazu ein, auf die Geschichte der Bank zurückzublicken. Zudem boten ein Markt mit Ständen von Kreditkundinnen und -kunden, ein World Café und eine Zukunftswerkstatt Inspirationen und Möglichkeiten für spannende Gespräche über das nächste Kapitel der ABS. Insgesamt kamen im Züricher Volkshaus rund 600 Menschen zusammen: Aktionärinnen und Aktionäre, Partnerinnen und Partner sowie langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter.
Gastgeberin der «Annual Conference» der FEBEA
Vom 30. September bis am 3. Oktober 2025 richtete die ABS in Thun die «Annual Conference» der European Federation of Ethical and Alternative Banks and Financiers (FEBEA) aus. Auf dem Programm standen neben der Generalversammlung der FEBEA und verschiedenen Workshops auch eine öffentliche Konferenz zum Thema «The Next Chapter of Ethical Finance». Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Teilnehmenden eingeladen, sich über die Zukunft der verschiedenen ethischen Finanzinstitute Gedanken zu machen. Auf welche gesellschaftlichen Herausforderungen sollen sie sich konzentrieren? Mit welchen Instrumenten? Nach Impulsvorträgen von Roger Spindler vom Thinktank Zukunftsinstitut und Marek Hudon von Finance Watch sowie einer Podiumsdiskussion bot ein World Café die Möglichkeit, konkrete Antworten auf diese Fragen zu erarbeiten. Zu den wichtigen Erkenntnissen zählte, dass es nötig sei, dass die Mitglieder der FEBEA ihre Zusammenarbeit verstärken.
Weiterentwicklung Risikomanagement, organisatorische und personelle Veränderungen
Das Wachstum der ABS in den vergangenen Jahren sowie die zunehmenden regulatorischen Anforderungen machten es auch 2025 notwendig, die Weiterentwicklung des Risikomanagements und der allgemeinen Strukturen und Kompetenzen in der Organisation voranzutreiben. Diese war bereits 2024 gestartet worden. Im vergangenen Jahr wurden die unabhängigen Kontrollfunktionen sowie das Interne Kontrollsystem (IKS) gestärkt und darüber hinaus in Prozesse und Instrumente investiert, um auch bei den höheren Volumina die Risiken jederzeit unter Kontrolle zu haben. Diese Anpassungen spiegeln sich in einigen strukturellen Veränderungen im Organigramm der Bank (siehe auch Punkt 6 auf Seiten 13 und 14).
Zudem begleiteten in den vergangenen Monaten verschiedene Wechsel in der Geschäftsleitung diesen Schritt. So konnte mit Julia Trzicky eine Rechtsanwältin und erfahrene Bankexpertin als Nachfolgerin von Etienne Bonvin im Bereich «Recht, Risiko und Finanzen» gewonnen werden. Ebenso konnte der Bereich Services mit Daniel Hofer, der über langjährige Erfahrung im Bereich der zentralen Dienste verfügt, nachbesetzt werden. Auf der Kundenseite ist mit Michaela Suter der Bereich Anlegen wieder eigenständig auf Geschäftsleitungsebene vertreten. Sie bringt grosse Expertise und viel Erfahrung im Asset Management mit. Nach dem Ausscheiden von Tanja Reuter per Anfang 2026 hat ihr bisheriger Stellvertreter, Bertrand Donninger, den Bereich «Kundschaft Finanzieren» übernommen. Er ist ein ausgewiesener Finanzierungsfachmann und bereits seit über acht Jahren für die ABS tätig. Ebenfalls per Anfang dieses Jahres gab Nicole Bardet ihre Geschäftsleitungsrolle ab. Sie war zuletzt für die Bereiche ABS+ und ABS 3.0 verantwortlich.
Neues Vergütungsmodell eingeführt
Ende 2025 führte die ABS ein neues Vergütungsmodell ein, das rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 gilt. Dieses war zuvor von einer Arbeitsgruppe mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen und beiden Sprachregionen gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsforschung und Organisationsberatung (iafob) sowie der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat entwickelt worden. Das neue Modell basiert auf einer vereinfachten und transparenteren Berechnung der Löhne und bietet den Mitarbeitenden neu ein geregeltes Verfahren, ihren Lohn überprüfen zu lassen. Zudem erhöht es die Attraktivität der ABS auf dem Arbeitsmarkt: Um jederzeit die benötigten Fachpersonen mit entsprechenden Qualifikationen und Kompetenzen anzuziehen und halten zu können, ist das allgemeine Lohnniveau angehoben und marktüblichen Löhnen angenähert worden. Nichts geändert hat sich am Grundsatz, dass die ABS gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit zahlt. Auch Boni sind weiterhin nicht vorgesehen und die maximale Lohnspanne von 1:5 gilt nach wie vor – 2025 betrug sie 1:3,4 (Vorjahr 1:3,65).
Zweiter ABS-eigener Fonds bewilligt
Ende Juni 2025 setzte die ABS ihren zweiten eigenen Fonds auf. Der ABS Living Values II – Pioneer Fund ist der erste Fonds nach Schweizer Recht, der Privatanlegerinnen und -anlegern Privatmarktanlagefonds zugänglich macht. Der Fonds folgt der nachhaltigen Anlagepolitik der ABS und investiert mehrheitlich in nachhaltige Anlagefonds. Der Fonds wird zurzeit für den aktiven Vertrieb vorbereitet.
Erstes Jahr «Neustart» mit Caritas Schweiz
Im Rahmen des Projekts «Neustart» konnten 2025 zehn zinslose Darlehen in der Höhe von 4500 bis 30’000 Franken an überschuldete Einzelpersonen und Familien ausbezahlt werden. Das Projekt hat die ABS Ende 2024 gemeinsam mit Caritas Schweiz lanciert. Es ermöglicht überschuldeten Menschen Zugang zu zinslosen Darlehen und unterstützt sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte gegenüber ihren Gläubigern. Ziel von «Neustart» ist es, Betroffenen den Ausstieg aus der Schuldenspirale zu erleichtern. Für die Vergabe der Darlehen hat die ABS gemeinsam mit Caritas eine einfache Gesellschaft gegründet. Diese nimmt Gesuche ausschliesslich von Fachpersonen von Schuldenberatungsstellen entgegen.
Neue Strategie für den Innovationsfonds
Der Innovationsfonds wurde 1996 von der ABS als eigenständiger Verein gegründet, um nachhaltige Start-ups zu fördern. Die Bank stellt dem Verein die nötigen Ressourcen und Infrastruktur zur Verfügung und steuert jedes Jahr einen substanziellen Beitrag aus ihrem Gewinn als Spende bei. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Innovationsfonds strategisch neu ausgerichtet. Seither vergibt er neue Darlehen und Eigenkapital primär an junge, innovative Unternehmen, die sich einem verantwortlichen Unternehmertum verschrieben haben. Besonders im Fokus stehen Projekte, die auf das innovative Eigentumsmodell des Verantwortungseigentums setzen. Ausserdem übergab der Verwaltungsrat im Zuge der Neuausrichtung die Verantwortung für den Verein an ein operatives Team der ABS. Zudem wurde die bereits im Vorjahr eingeleitete Portfoliobereinigung weitergeführt.
4. GESCHÄFTSVERLAUF 2025
Kommentar zum Jahresabschluss
Ende 2025 wies die ABS eine Bilanzsumme von 2,855 Milliarden Franken aus, was der höchste Stand seit Bestehen der Bank ist. Das Bilanzwachstum legte im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 9,3 Prozent wieder zu.
Kundeneinlagen und Assets under Management (AuM) gestiegen
Ende 2024 erreichten die Kundengelder einen Stand von 2,287 Milliarden Franken, per 31. Dezember 2025 waren es 2,535 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind die Kundeneinlagen deutlich stärker gestiegen als im Jahr zuvor (2024: +5,7 Prozent). 2025 verzeichnete die Bank einen Netto-Neugeldzufluss von 228,4 Millionen Franken (Vorjahr: 134,2 Millionen Franken). Die Assets under Management (AuM) bzw. gesamthaft verwalteten Vermögen erhöhten sich um 247 Millionen auf 3,350 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 8,0 Prozent (2024: +11,4 Prozent).
Wachstum bei den Kundenausleihungen
Die Kundenausleihungen stiegen im Berichtsjahr von 2,069 auf 2,151 Milliarden Franken. Damit wuchsen sie im Vergleich zum Vorjahr um 82,7 Millionen Franken respektive um 4,0 Prozent. Die bewilligten Kreditlimiten stiegen 2025 um 6,7 Prozent oder 158,6 Millionen Franken auf 2,4 Milliarden Franken. Obwohl die Nachfrage nach Krediten der ABS ungebrochen hoch war, verlangsamte sich das Wachstum der Kundenausleihungen im Vergleich zum Jahr zuvor deutlich. Damals hatte es 242,1 Millionen Franken betragen. Das ist dem Umstand geschuldet, dass die ABS Anfang Jahr die Vergabe von neuen Krediten bewusst verlangsamte, um eine jederzeit solide Refinanzierung durch Kundengelder sicherzustellen. Die Nachfrage nach Krediten blieb aber das ganze Jahr hoch und konnte nach einer erfolgreichen Kampagne zur Erhöhung der Kundengelder wieder bedient werden.
Zinsdifferenzgeschäft bleibt Hauptertragspfeiler
Das Zinsdifferenzgeschäft machte per 31. Dezember 2025 mit 65,2 Prozent des Gesamtertrags den Hauptertragspfeiler der ABS aus. 2025 betrug der Brutto-Zinserfolg 28,6 Millionen Franken. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von 1,9 Millionen Franken. Gleichzeitig sank der Zins- und Diskontertrag um 2,5 Millionen auf 32,6 Millionen Franken. Auch der Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen fiel 2025. Er betrug Ende Jahr 1,2 Millionen Franken und damit 1,6 Millionen Franken weniger als 2024. Der Zinsaufwand belief sich auf 5,2 Millionen Franken. Damit nahm er um 2,2 Millionen Franken ab. Insgesamt resultierte aus dem Zinsdifferenzgeschäft (Aktiv- und Passivseite) ein Netto-Zinserfolg von 24,0 Millionen Franken. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Veränderung von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verlusten aus dem Zinsengeschäft betrug 4,6 Millionen Franken.
Sinkende Erträge für Liquidität
Ende 2025 hielt die ABS 487,0 Millionen Franken auf dem Girokonto bei der SNB (157,5 Millionen Franken mehr als im Vorjahr). Zusätzlich deponierte die Bank Guthaben von 34,2 Millionen Franken auf Konten bei anderen Banken. Diese Banken und die SNB zahlten der ABS zusammen Guthabenzinsen in der Höhe von insgesamt 782’718 Franken. Dieser Ertrag fiel deutlich tiefer aus als im Vorjahr (4,3 Millionen Franken).
Gesteigerte Erträge im Kommissions-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäft
Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erwirtschaftete die ABS 2025 11,6 Millionen Franken. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Kommissionsertrag im Wertschriften- und Anlagegeschäft stieg weiter an um 352’519 Franken auf 7,5 Millionen Franken. Im Handelsgeschäft hat die ABS einen Ertrag von 1,0 Millionen Franken erzielt. Das sind 750’276 Franken weniger als 2024.
Weiter steigender Geschäftsaufwand
Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Geschäftsaufwand auf 36,0 Millionen Franken zu (Vorjahr: 29,4 Millionen Franken). Die Steigerung fiel mit 22,4 Prozent ein weiteres Mal wesentlich höher aus als im Vorjahr (plus 12,5 Prozent). Die wichtigsten Treiber waren wie schon 2024 der nochmals erhöhte Personalaufwand (3,7 Millionen Franken mehr als 2024) und der gestiegene Sachaufwand (2,9 Millionen Franken mehr als 2024).
Der Personalaufwand fiel höher aus, weil mit der Einführung des neuen Vergütungsmodells (siehe Seite 7) die Lohnsumme angehoben und die Sozialversicherungsbeiträge erhöht wurden. Gleichzeitig ist das ABS-Team im Berichtsjahr weiter gewachsen. Zum Anstieg trug schliesslich auch bei, dass die Rückstellungen für Ferien und die Vergütung von Mehrstunden erhöht wurden. Wichtigster Treiber des Sachaufwands waren Kosten im IT-Bereich. Zum einen sind wegen der Erhöhung des Personalbestands die IT-Betriebskosten gestiegen. Zum anderen hat die ABS wichtige Investitionen in ihre IT-Infrastruktur getätigt, insbesondere auch im Bereich Cybersicherheit. Zum höheren Sachaufwand trug auch der nochmals gestiegene Beratungsaufwand bei, unter anderem wegen Absenzen und damit zusammenhängender ad interim-Besetzungen sowie regulatorischer Projekte. Zudem feierte die ABS im Berichtsjahr mit einem grossen Fest ihr 35-jähriges Jubiläum und richtete die «Annual Conference» der FEBEA aus (siehe Seite 6), wodurch höhere Ausgaben für Anlässe als in normalen Jahren entstanden.
Aus der Gegenüberstellung von Aufwand und Ertrag resultierte ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtertes Kosten-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) von 87 Prozent (Vorjahr: 68 Prozent).
Gewinnrückgang, Auflösung übriger Rückstellungen
2025 betrugen die Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten 4,1 Millionen Franken. Das sind 1,32 Millionen Franken mehr als im Jahr zuvor (2024: 2,7 Millionen Franken). Dabei fiel insbesondere die Wertberichtigung der Beteiligung an der Triodos Bank N.V. von 1,4 Millionen Franken ins Gewicht. Die Veränderung von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verlusten betrug im Berichtsjahr 3,4 Millionen Franken (Vorjahr: 2,4 Millionen Franken).
Aufgrund des gestiegenen Geschäftsaufwands und wegen der notwendigen Wertberichtigungen und Abschreibungen wies die ABS per Ende 2025 einen negativen Geschäftserfolg von 6,7 Millionen Franken aus. Im Vorjahr war es ein positiver Erfolg von 2,5 Millionen Franken. Zur Stabilisierung des Jahresergebnisses und zur gezielten Stärkung des harten Kernkapitals (Tier 1) löste die Bank im Berichtsjahr übrige Rückstellungen in der Höhe von 12,2 Millionen Franken auf, wovon 3,5 Millionen den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen wurden. Die Auflösung der übrigen Rückstellungen in der Höhe von 12,2 Millionen Franken Betrag erscheint in der Jahresrechnung als ausserordentlicher Erfolg (siehe dazu Seite 20). Nach Abzug der Steuern von 935’513 Franken bleibt ein ausgewiesenes Jahresergebnis von 1,0 Millionen Franken (Vorjahr: 1,7 Millionen Franken). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 39,6 Prozent.
Antrag Gewinnverwendung und Ausschüttung Dividende
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 30. Mai 2026, aus dem Bilanzgewinn eine Zuweisung von 100’000 Franken an die allgemeine gesetzliche Reserve und eine Zuwendung an den Verein Innovationsfonds in der Höhe von 100’000 Franken vorzunehmen. Zudem beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Ausschüttung von 0,5 Prozent des Nennwerts pro Aktie aus dem Bilanzgewinn. Trotz des wirtschaftlich herausfordernden Geschäftsjahres soll damit das Engagement des Aktionariats honoriert werden.
Obligationenrechtliche Revision
Die vorliegende Jahresrechnung wurde am 25. März 2026 vom Verwaltungsrat genehmigt. Der Revisionsbericht (vgl. Seiten 47 und 48 im vorliegenden Dokument) wurde im Normalwortlaut abgegeben.
Kommentar zur Entwicklung im Kundengeschäft
Per 31. Dezember 2025 zählte die ABS 45‘904 Kundinnen und Kunden. Das entspricht einem Netto-Plus von 1214 Geschäftsbeziehungen. Damit hat das Wachstum wieder zugenommen. Im Vorjahr verzeichnete die ABS 442 neue Geschäftsbeziehungen.
Kundengelder nehmen deutlich zu
Die Kundengelder nahmen 2025 weiter zu. Diese Entwicklung machte sich bei vielen Angeboten der ABS bemerkbar. Der Bestand auf dem Alltagskonto stieg um 28,8 Millionen Franken respektive 12,1 Prozent an. Die Guthaben auf dem Alltagskonto Plus, das Aktionärinnen und Aktionären mit mindestens zehn ABS-Aktien vorbehalten ist, nahmen um 12,4 Prozent auf 127,3 Millionen Franken zu (Vorjahr: 113,3 Millionen Franken). Das Volumen auf den Sparkonten nahm um 67,6 Millionen Franken respektive 12,6 Prozent zu. Die Kassenobligationen verzeichneten eine Zunahme von 20,3 Millionen Franken. Das Volumen auf dem Kontokorrent nahm um 31,2 Millionen Franken oder 14,9 Prozent zu, jenes auf dem Einlagekonto für Vereine nahm um 1,3 Millionen Franken oder 3,3 Prozent. Die Gelder auf den Vorsorgekonten ABS 2 und ABS 3 stiegen um 19,3 Millionen Franken an (Zunahme von 4,0 Prozent).
Moderater Vermögenszuwachs im Anlagegeschäft
Das Team der Anlageberatung betreute Ende des Berichtsjahres 3399 Personen oder Institutionen (Vorjahr: 3292). Das Gesamtvermögen (Wertschriften und Liquidität) der betreuten Kundinnen und Kunden steigerte sich auf 1,424 Milliarden Franken (Vorjahr: 1,391 Milliarden Franken). Dies sind 32,2 Millionen Franken oder 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ende 2025 waren insgesamt 919,3 Millionen Franken (ABS-Aktien nicht eingerechnet) in Depots ausserhalb der Bilanz angelegt (Vorjahr: 904,4 Millionen Franken). Das entspricht einer Zunahme von 13,9 Millionen Franken oder 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Stabile Nachfrage nach Vermögensverwaltungsmandaten
Ende 2025 betreute das Team der Anlageberatung 1974 Vermögensverwaltungsmandate. Verglichen mit dem Vorjahr sind das 44 Mandate mehr (plus 1,5 Prozent). 63 Prozent der Kundinnen und Kunden haben ein Mandat mit der Strategie «Select» (vormals «Impact») oder «Select Fonds» (vormals «Impact Fonds»), die auf Anlagetitel bzw. Fonds fokussieren, die die Realwirtschaft erreichen (2024: 60,1 Prozent).
Moderates Wachstum im Kreditgeschäft
2025 betrug das Kreditwachstum (beanspruchte Kredite inklusive gewährte Limiten) 129,5 Millionen Franken (Vorjahr: 314,9 Millionen). Darin nicht enthalten sind Covid-Kredite über 1,7 Millionen Franken. Ein grosser Teil des Wachstums 2025 ist auf grössere Finanzierungen im gemeinnützigen genossenschaftlichen Wohnungsbau zurückzuführen. Bei den Firmenkrediten standen Finanzierungen für Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien (Wärmeverbunde, Photovoltaik), Gesundheit und Betreuung, nachhaltige Landwirtschaft und umweltschonende Mobilität im Zentrum. Der Anteil der grossen gemeinnützigen Wohnbauträger betrug 52,6 Prozent des gesamten Kreditportfolios. Angesichts der überschaubaren Risiken in diesem Kundensegment ist dies vertretbar. Das Kreditportefeuille der ABS bleibt regional und inhaltlich gut diversifiziert.
Anteil an Krediten in Förderbereichen leicht erhöht
Die ABS hat neun Geschäftsfelder definiert, deren Entwicklung sie mit ihrer Geschäftstätigkeit fördern will. Diese Bereiche umfassen Unternehmen und Projekte, die aus Sicht der Bank der Gesellschaft, der Umwelt und der weltverträglichen Lebensqualität heutiger sowie künftiger Generationen dienen. Das Ziel der Bank ist, dass mindestens 80 Prozent ihrer Kredite einem dieser Bereiche zugeordnet werden können. Am Ende des Berichtsjahres betrug der Anteil 89,6 Prozent (Vorjahr: 88,5 Prozent). Damit übertrifft die ABS ihre Zielgrösse. Das Volumen der Kredite mit Förderkonditionen legte erneut zu und betrug per Ende Jahr 74,9 Millionen Franken (plus 10,2 Prozent). Förderkredite sind variabel verzinst und weisen deshalb im aktuellen Tiefzinsumfeld höhere Zinssätze auf als Festkredite.
Eigenkapitalbasis, ABS-Aktien, flüssige Mittel und Liquidity Coverage Ratio
Eigenkapitalbasis leicht gesunken
Um das Jahresergebnis zu stabilisieren und gleichzeitig die Kapitalstruktur der Bank gezielt zu stärken, hat die ABS im Berichtsjahr übrige Rückstellungen in der Höhe von 12,2 Millionen Franken aufgelöst. Ein Teil dieser Mittel wurde nach der Auflösung bewusst umgegliedert: 3,5 Millionen Franken wurden den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugeführt und damit dem harten Kernkapital zugeordnet (Tier-1-Kapital). Zusätzlich wurden das Aktienkapital sowie die gesetzlichen Kapital- und Gewinnreserven um insgesamt 1,9 Millionen Franken erhöht.
Diese Schritte führten dazu, dass die anrechenbaren Eigenmittel von 299,9 auf 295 Millionen Franken leicht sanken. Dafür stärkten sie gezielt das harte Kernkapital (Tier 1) der Bank. Damit wurden die Leverage Ratio nachhaltig verbessert und die Eigenmittelqualität erhöht – ein zentrales Ziel aus regulatorischer und strategischer Sicht. Die vereinfachte Leverage Ratio (ungewichtete Eigenkapitalquote) betrug bei der ABS per Ende 2025 8,77 Prozent (Vorjahr: 9,16 Prozent).
Für weitere Details sei auf die Offenlegung der Kennzahlen zu den Eigenmittelvorschriften auf Seite 17 in diesem Dokument verwiesen.
Breites Aktionariat
Die Anzahl der ABS-Aktionärinnen und Aktionäre erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 9525. Das sind 90 mehr als im Vorjahr. Keine Aktionärin bzw. kein Aktionär hält mehr als drei Prozent der Stimmrechte. Eine detaillierte Auflistung über die Zusammensetzung des Aktionariats findet sich auf Seite 40) in diesem Dokument.
Weitervermittlung von ABS-Aktien gesunken
2025 vermittelte die ABS etwas weniger ihrer Aktien an neue Besitzerinnen und Besitzer weiter als im Vorjahr. Der Handel mit Aktien fiel daher um 4,7 Millionen Franken tiefer aus als noch 2024 und umfasste 8,4 Millionen Franken.
Zunahme der flüssigen Mittel
Die flüssigen Mittel der ABS betrugen Ende 2025 487,3 Millionen Franken. Das sind 157,5 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Die deutliche Zunahme ist das Ergebnis der Kampagne für Neugelder, die die ABS durchgeführt hat, um der gestiegenen Nachfrage nach Krediten nachzukommen.
Die regulatorische Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR) wurde während des gesamten Berichtsjahres deutlich übertroffen. Per 31. Dezember 2025 betrug sie 219,97 Prozent. Für weitere Details sei auf die Offenlegung der Kennzahlen zur LCR auf Seite 17 in diesem Dokument verwiesen.
5. RISIKOBEURTEILUNG
Sicherheit bildet die Grundlage für das Vertrauen aller Anspruchsgruppen in die Bank. Die ABS achtet deshalb auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag und steuert die Risiken aktiv. Der Verwaltungsrat befasst sich regelmässig mit der Risikosituation der Bank. In verschiedenen Reglementen werden die Vorgaben für die laufende Identifikation, Begrenzung und Überwachung der Risiken konkretisiert. Aufgrund der regelmässigen Berichterstattung verschafft sich der Verwaltungsrat ein umfassendes Bild der Risikolage der Bank. Mindestens jährlich nimmt der Verwaltungsrat eine Risikobeurteilung vor und überprüft die Angemessenheit der getroffenen Massnahmen. Weitere Ausführungen zum Risikomanagement sind in den Erläuterungen auf Seite 24 dieses Dokuments enthalten.
2025 präsentierten sich die wesentlichen Risiken der Bank wie folgt:
Zinsumfeld und Zinsänderungsrisiken
Im vergangenen Jahr passte die SNB den Leitzins in zwei Schritten an und senkte ihn um insgesamt 0,5 Prozentpunkte auf 0 Prozent. Als Reaktion auf diese Entwicklung senkte die ABS die Zinsen auf allen zinstragenden Konten. Je nach Konto nahm sie eine bis drei Senkungen vor: drei auf dem Sparkonto und dem Anlagekonto und eine bei den Kassenobligationen.
Im Berichtsjahr sind die Zinsänderungsrisiken leicht gesunken, vor allem weil die Liquidität gesteigert werden konnte. Die Risiken wurden aktiv bewirtschaftet, aber es waren keine zusätzlichen Zinsabsicherungsgeschäfte nötig.
Entwicklung an den Kapitalmärkten
Trotz der Turbulenzen, die durch die Zollpolitik der Trump-Administration verursacht wurden, und der verschiedenen geopolitischen Herausforderungen entwickelte sich das Jahr 2025 zu einem positiven Jahr für Aktien und Obligationen. Dazu trugen unter anderem die anhaltend tiefe Inflation, robuste Unternehmensgewinne sowie bei den Obligationen teilweise sinkende Zinsen bei. Nachhaltige Anlagen blieben ein Wachstumsfeld.
Die Wirtschaftspolitik der USA behält weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf die globale Konjunkturentwicklung. Auch für das laufende Jahr gilt es daher, die Inflationsentwicklung vor dem Hintergrund der protektionistischen Bestrebungen der US-Regierung kritisch im Auge zu behalten. Von der Inflation und von der Entwicklung des Arbeitsmarkts hängt das weitere Tempo der Zinssenkungen durch die US-Notenbank ab.
Sich verändernde geopolitische Risiken und internationale Handelsstreitigkeiten, wie z. B. der schwelende Konflikt zwischen den USA und China, könnten die weltweiten Wirtschaftsketten negativ beeinflussen und zu Korrekturen an den Aktienmärkten führen. Für die USA und die Schweiz gehen die Prognosen von einem konstanten Wirtschaftswachstum aus, während für die EU ein leichter Rückgang erwartet wird.
Immobilienmarkt
Die ABS ist mit ihren Finanzierungen stark im Immobilienmarkt engagiert. Gut die Hälfte aller Kredite gehen an gemeinnützige Wohnbauträger, 12,2 Prozent an Liegenschaften, die in die Kategorie der Renditeliegenschaften fallen, und 17,4 Prozent an Privatpersonen für selbstgenutztes Wohneigentum. 2026 dürfte der Immobilienmarkt in der Schweiz stabil bis moderat weiterwachsen, insbesondere in urbanen Regionen. Tiefe Zinsen und die Wohnungsknappheit stützen die Immobilienpreise.
Liquiditätsmanagement
Dank der gestiegenen Kundengelder erhöhte sich die Liquidität im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich, was wiederum der anhaltenden Kreditnachfrage entgegenkam. Der Zinsertrag aus Finanzanlagen ging wegen der gesunkenen Marktzinsen deutlich zurück.
Eigenmittelsituation
Die Eigenmittelsituation ist weiterhin solide. Ende 2025 betrug die ungewichtete Eigenkapitalquote 8,77 Prozent. Wegen des starken Bilanzwachstums ohne gleichzeitige Kapitalerhöhung ist sie damit leicht gesunken (Vorjahr: 9,16 Prozent), liegt aber immer noch deutlich über den gemäss Kleinbankenregime nötigen 8 Prozent. Die Bank will auch künftig Kapitalerhöhungen durchführen, um es Menschen zu ermöglichen, sich an der «Bewegung ABS» zu beteiligen.
Operationelle Risiken
Ziel des aktiven Risikomanagements ist es, operationelle Verluste zu vermeiden. Auch 2025 investierte die Bank dementsprechend in optimierte Prozesse sowie zusätzliche Ressourcen und Instrumente. Insbesondere wurden zusätzliche Kapazitäten für die Risikokontrolle als Teil des neuen Bereichs «Recht, Risiko und Finanzen» aufgebaut. Damit wird sowohl spezifisch das Kontrollsystem innerhalb der ABS gestärkt als auch das Risikomanagement der Gesamtbank in allen Bereichen unterstützt.
Compliance- und Rechtsrisiken
Regulatorische Vorgaben und Sorgfaltspflichten sind essenzielle Themenbereiche, deren Überwachung und Einhaltung eine hohe Bedeutung zuzumessen ist. Dazu erlässt die ABS Weisungen und Reglemente, welche auf die laufende Entwicklung der regulatorischen Vorgaben abgestimmt sind und deren Einhaltung überwacht wird. Auch 2025 wurde an der Überarbeitung vieler Weisungen gearbeitet, um den gestiegenen regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Dafür wurde im Bereich Recht und Compliance ebenfalls eine zusätzliche Stelle geschaffen.
6. MITARBEITENDE
Anzahl Vollzeitstellen
Im Jahr 2025 arbeiteten durchschnittlich 180,3 Personen (inkl. Auszubildende) für die ABS (2024: 168). Auf Vollzeitstellen umgerechnet sind dies 150,4 Personen (Vorjahr: 137,2). Per 31. Dezember 2025 waren 189 Personen (inkl. Lernende) für die ABS tätig. Das entspricht 158,4 Vollzeitstellen. Der Anteil Mitarbeitender in Teilzeit (ohne Auszubildende) betrug im Berichtsjahr 61 Prozent (2024: 63 Prozent). Während des Berichtsjahres verliessen 19 Personen die Bank und 35 neue Mitarbeitende traten in die ABS ein. Die Fluktuationsrate betrug per Ende Jahr 9,2 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent).
Personelle Veränderungen
Im Verwaltungsrat der ABS gab es anlässlich der Generalversammlung vom 23. Mai 2025 drei personelle Wechsel:
Nach der Generalversammlung hat sich der Verwaltungsrat neu konstituiert und Valérie Anouk Clapasson als Präsidentin und Christoph Birkholz als Vizepräsidenten gewählt. Beide sind seit 2020 Mitglieder des Gremiums.
In der Geschäftsleitung der ABS gab es im vergangenen Jahr folgende Veränderungen:
Per Februar 2026 kam es in der Geschäftsleitung zu folgenden Änderungen:
Bei der ABS tragen Koordinatorinnen und Koordinatoren die Ergebnisverantwortung und sind für die personelle sowie strategische Führung ihres Kreises (vergleichbar mit einer Organisationseinheit oder einem Team) verantwortlich. Im vergangenen Jahr gab es Wechsel auf folgenden Koordinationspositionen:
Auf der Position der Segmentverantwortung, die ihr Kundensegment fachlich verantworten, aber keine personelle Verantwortung tragen, gab es folgende Neuerungen:
Organisatorische
Veränderungen
Am 18. Dezember 2025 hat der Verwaltungsrat entschieden, die Bereiche Anlegen und Finanzieren funktional voneinander zu trennen und als eigenständige Hauptbereiche im Organigramm (siehe Seite 50) wie folgt abzubilden: «Kundschaft Finanzieren» (Tanja Reuter), «Kundschaft Sparen & Anlegen» (Michaela Suter).
Im Berichtsjahr wurde im Bereich «Recht, Risiko und Finanzen» der Kreis «Risikokontrolle» neu geschaffen. Er wurde per 1. Juli 2025 mit 0.5 und per 1. Oktober 2025 mit 1.8 Vollzeitäquivalenten besetzt.
Der Kreis «Treasury» wurde per 13. Oktober 2025 aus dem Bereich «Services» in den Kreis «Zahlen und Reporting» im Bereich «Recht, Risiko und Finanzen» verschoben.
Der Prüfungsausschuss wurde per 13. November 2025 in Prüfungs- und Risikoausschuss umbenannt.
7. INNOVATION UND PROJEKTE
Die ABS überprüft und optimiert ihre Produkte, Dienstleistungen und Prozesse laufend. Im Berichtsjahr arbeitete sie unter anderem an folgenden Innovationen und Projekten:
8. AUSSERGEWÖHNLICHE EREIGNISSE
Zwischen Bilanzstichtag und Redaktionsschluss des vorliegenden Berichts am 25. März 2026 kam es zu keinen aussergewöhnlichen Ereignissen.
9. AUSBLICK
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die ABS mit einem weiterhin anspruchsvollen, insgesamt jedoch stabilen wirtschaftlichen Umfeld. Die konjunkturellen Erwartungen für die Schweiz deuten auf ein sehr moderates Wirtschaftswachstum bei anhaltend tiefer Inflation und einem weiterhin niedrigen Zinsniveau hin. Internationale Unsicherheiten sowie handelspolitische und geopolitische Risiken bleiben bestehen und werden das wirtschaftliche Umfeld auch weiterhin prägen.
Ungeachtet dessen erwartet die ABS auch im Jahr 2026 eine weitere Zunahme der Kundeneinlagen sowie der Kundenausleihungen. Denn die Nachfrage nach Finanzierungen, insbesondere in sozial und ökologisch ausgerichteten Tätigkeitsfeldern, ist nach wie vor hoch. Trotz des anhaltenden Tiefzinsumfelds rechnet die Bank daher mit einem Anstieg des Ertrags aus dem Zinsdifferenzgeschäft.
Die Zufriedenheit und Mitwirkung der Mitarbeitenden sind für die ABS zentrale Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg. Dementsprechend wird 2026 das soziokratische Führungsmodell der Zusammenarbeit weiterentwickelt. Gleichzeitig wird die Bank zur Sicherung der langfristigen Stabilität gezielt in die Weiterentwicklung und Professionalisierung ihrer Organisation und Prozesse investieren. Im Kundengeschäft stehen insbesondere organisatorische Verbesserungen und Prozessoptimierungen im Vordergrund. Das Ziel ist es, die Qualität und Zuverlässigkeit der operativen Abläufe sowie die Kundenorientierung weiter zu stärken. Im Kreditbereich stehen zwei Weiterentwicklungsprojekte im Vordergrund. Sie zielen darauf ab, die Nachhaltigkeitsbewertung von Kreditanfragen zu standardisieren und die CO₂-Emissionen des Kreditportfolios weiter zu reduzieren. Insgesamt wird im Bereich Nachhaltigkeit intensiv an Methoden zur Nachhaltigkeitsbewertung von Anlagen und Finanzierungen, an der Wirkungsmessung und an der Weiterentwicklung der Berichterstattung zur Wirkung der Bankprodukte gearbeitet.
Auch 2026 werden neue regulatorische Anforderungen weitere Anpassungen unserer Prozesse und Systeme erforderlich machen. Parallel dazu arbeitet die Bank an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Risiko- und Compliance-Kultur. Darüber hinaus erfordert die fortschreitende Digitalisierung ein zusätzliches Augenmerk auf die Datensicherheit sowie den Umgang mit künstlicher Intelligenz im Alltagsgeschäft der ABS.
Gleichzeitig erarbeitet die ABS im Jahr 2026 eine zukunftsgerichtete Strategie, welche die ethische Ausrichtung der Bank weiter festigt und langfristig einen stabilen Rahmen für ihre wertebasierte Geschäftstätigkeit schafft.
Insgesamt blickt die ABS mit Zuversicht auf das Geschäftsjahr 2026. Dem anspruchsvollen Umfeld begegnet die Bank mit einer konsequenten Ausrichtung auf langfristige Kundenbeziehungen sowie einem klaren Fokus auf Finanzierungen in der Realwirtschaft, also jenen Teil der Wirtschaft, der Waren und Dienstleistungen herstellt und vertreibt. Dieser Fokus und die klaren ethischen Grundsätze bilden weiterhin eine tragfähige Basis für die zukünftige Entwicklung der ABS.
Jährliche Offenlegung für Institute des Kleinbankenregimes
| 31.12.2025 | 30.09.2025 | 30.06.2025 | 31.03.2025 | 31.12.2024 | |
| Anrechenbare Eigenmittel (TCHF) | |||||
| Hartes Kernkapital (CET1) | 258’533 | - | - | - | 253’171 |
| Kernkapital (Tier 1) | 258’533 | - | - | - | 253’171 |
| Gesamtkapital total | 294’970 | - | - | - | 299’907 |
| Vereinfachte Leverage Ratio (%) | |||||
| Aktiven, abzüglich Goodwill und Beteiligungen, zuzüglich Ausserbilanzgeschäfte (TCHF) | 2’948’600 | - | - | - | 2’764’775 |
| Vereinfachte Leverage Ratio, ausgedrückt als Tier 1 in Prozent der Aktiven, abzüglich Goodwill und Beteiligungen, zuzüglich Ausserbilanzgeschäfte | 8.77% | - | - | - | 9.16% |
| Erforderliche Eigenmittel nach Artikel 47b Absatz 1 Buchstabe a ERV (TCHF) | 235’888 | - | - | - | 221’182 |
| Quote für kurzfristige Liquidität (Liquidity Coverage Ratio, LCR) | |||||
| Zähler der LCR: Total der qualitativ hochwertigen, liquiden Aktiven (TCHF) | 480’764 | 439’037 | 373’555 | 346’166 | 362’401 |
| Nenner der LCR: Total des Nettomittelabflusses (TCHF) | 218’561 | 206’745 | 205’884 | 199’152 | 184’493 |
| LCR (%) | 219.97% | 212.36% | 181.44% | 173.82% | 196.43% |
Kommentar:
Aufgrund der Teilnahme am Kleinbankenregime verzichtet die Alternative Bank Schweiz AG auf die Offenlegung gemäss der FINMA (OffV-FINMA) mit Ausnahme der Offenlegung der Key-Metrics-Tabelle.
I BilanZ
AktivenGliederung der Bilanz per 31. Dezember 2025
| Aktiven | 31.12.25 | 31.12.24 | Abweichung zum Vorjahr | ||
| Anhang | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in % | |
| Flüssige Mittel | 487’322 | 329’861 | 157’462 | 48 | |
| Forderungen gegenüber Banken | 34’171 | 50’628 | -16’457 | -33 | |
| Forderungen gegenüber Kunden | 7.1 | 438’230 | 406’366 | 31’863 | 8 |
| Hypothekarforderungen | 7.1 | 1’712’984 | 1’662’194 | 50’790 | 3 |
| Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente | 7.2 | 1’143 | 384 | 759 | 198 |
| Finanzanlagen | 7.3 | 146’591 | 123’405 | 23’187 | 19 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 1’355 | 1’543 | -187 | -12 | |
| Beteiligungen | 7.4 | 15’180 | 16’124 | -943 | -6 |
| Sachanlagen | 7.5 | 10’680 | 10’972 | -292 | -3 |
| Sonstige Aktiven | 7.6 | 7’013 | 11’342 | -4’329 | -38 |
| Total Aktiven | 2’854’670 | 2’612’818 | 241’852 | 9 | |
| Total nachrangige Forderungen | 6’218 | 6’255 | -37 | -1 | |
| davon mit Wandlungspflicht und/oder Forderungsverzicht | 4’262 | 4’283 | -22 | -1 | |
Jahresrechnung
I BilaNZ
Passiven| Passiven | 31.12.25 | 31.12.24 | Abweichung zum Vorjahr | ||
| Anhang | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in % | |
| Verpflichtungen gegenüber Banken | 95 | 92 | 3 | 4 | |
| Verpflichtungen aus Kundeneinlagen | 2’215’463 | 1’987’388 | 228’075 | 11 | |
| Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente | 7.2 | 6’504 | 9’744 | -3’240 | -33 |
| Kassenobligationen | 319’981 | 299’635 | 20’346 | 7 | |
| Anleihen und Pfandbriefdarlehen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Passive Rechnungsabgrenzungen | 4’061 | 3’397 | 664 | 20 | |
| Sonstige Passiven | 7.6 | 1’437 | 1’464 | -27 | -2 |
| Rückstellungen | 7.10 | 47’658 | 56’051 | -8’393 | -15 |
| Reserven für allgemeine Bankrisiken | 7.11 | 14’550 | 11’050 | 3’500 | 32 |
| Gesellschaftskapital | 7.11 | 167’656 | 166’674 | 982 | 1 |
| Gesetzliche Kapitalreserve | 57’847 | 57’062 | 786 | 1 | |
| davon Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen | 57’847 | 57’062 | 786 | 1 | |
| Gesetzliche Gewinnreserve | 18’046 | 17’946 | 100 | 1 | |
| Freiwillige Gewinnreserven | 200 | 200 | 0 | 0 | |
| Gewinnvortrag | 139 | 404 | -265 | -66 | |
| Gewinn | 1’033 | 1’711 | -678 | -40 | |
| Total Passiven | 2’854’670 | 2’612’818 | 241’851 | 9 | |
| Total nachrangige Verpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| davon mit Wandlungspflicht und/oder Forderungsverzicht | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ausserbilanzgeschäfte | 31.12.25 | 31.12.24 | Abweichung zum Vorjahr | ||
| Anhang | in TCHF | in TCHF | in CHF | in % | |
| Eventualverpflichtungen | 7.1, 8.1 | 1’491 | 2’107 | -616 | -29 |
| Unwiderrufliche Zusagen | 7.1 | 107’579 | 164’002 | -56’422 | -34 |
Gliederung der Erfolgsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025
| 2025 | 2024 | Abweichung zum Vorjahr | |||
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in % | ||
| Erfolg aus dem Zinsengeschäft | |||||
| Zins- und Diskontertrag | 9.1 | 32’590 | 35’082 | -2’492 | |
| Zins- und Dividendenertrag aus Handelsgeschäft | 0 | 0 | 0 | ||
| Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen | 1’200 | 2’830 | -1’629 | ||
| Zinsaufwand | 9.1 | -5’184 | -7’390 | 2’206 | |
| Brutto-Erfolg Zinsengeschäft | 28’606 | 30’522 | -1’915 | -6 | |
| Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft | 9.4 | -4’593 | -5’961 | 1’367 | |
| Subtotal Netto-Erfolg Zinsengeschäft | 24’013 | 24’561 | -548 | -2 | |
| Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft | |||||
| Kommissionsertrag Wertschriften- und Anlagegeschäft | 7’462 | 7’110 | 353 | ||
| Kommissionsertrag Kreditgeschäft | 151 | 183 | -32 | ||
| Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft | 4’374 | 4’158 | 216 | ||
| Kommissionsaufwand | -436 | -468 | 32 | ||
| Subtotal Erfolg Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft | 11’552 | 10’982 | 569 | 5 | |
| Erfolg aus dem Handelsgeschäft und der Fair-Value-Option | 1’017 | 1’767 | -750 | -42 | |
| Übriger ordentlicher Erfolg | |||||
| Erfolg aus Veräusserungen von Finanzanlagen | 23 | 0 | 23 | ||
| Beteiligungsertrag | 93 | 313 | -220 | ||
| Liegenschaftenerfolg | 60 | 61 | -1 | ||
| Anderer ordentlicher Ertrag | 60 | 70 | -11 | ||
| Anderer ordentlicher Aufwand | 6 | -772 | 778 | ||
| Subtotal übriger ordentlicher Erfolg | 242 | -328 | 569 | -174 | |
| Geschäftsaufwand | |||||
| Personalaufwand | 9.2 | -23’192 | -19’535 | -3’658 | |
| Sachaufwand | 9.3 | -12’795 | -9’875 | -2’920 | |
| Subtotal Geschäftsaufwand | -35’988 | -29’410 | -6’578 | 22 | |
| Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten | 7.5 | -4’050 | -2’731 | -1’319 | 48 |
| Veränderungen von Rückstellungen und übrigen Wertberichtigungen sowie Verluste | 7.10 | -3’480 | -2’389 | -1’091 | 46 |
| Geschäftserfolg | -6’695 | 2’452 | -9’147 | -373 | |
| Ausserordentlicher Ertrag | 9.4 | 12’164 | 1 | 12’163 | |
| Ausserordentlicher Aufwand | 0 | 0 | 0 | ||
| Veränderungen von Reserven für allgemeine Bankrisiken | 9.4 | -3’500 | 0 | -3’500 | |
| Steuern | 9.5 | -936 | -741 | -194 | |
| Gewinn | 1’033 | 1’711 | -678 | -40 | |
| 2025 | 2024 | |
| in TCHF | in TCHF | |
| Gewinnverwendung | ||
| Gewinn | 1’033 | 1’711 |
| Gewinnvortrag | 139 | 404 |
| Bilanzgewinn | 1’172 | 2’115 |
| Gewinnverwendung | ||
| Zuweisung an gesetzliche Gewinnreserve | -100 | -100 |
| Zuweisung an freiwillige Gewinnreserven | 0 | 0 |
| Ausschüttung aus Bilanzgewinn | -838 | -1’677 |
| Spende an Verein Innovationsfonds | -100 | -200 |
| Vortrag neu | 134 | 139 |
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 30.05.26 eine Ausschüttung von 0.5% pro Aktie aus dem Bilanzgewinn.
Dies entspricht CHF 5 pro Aktie mit Nennwert CHF 1000 und CHF 0.5 pro Aktie mit Nennwert CHF 100.
| Gesellschaftskapital | Kapitalreserve | Gewinnreserve | Reserven für allgemeine Bankrisiken | Freiwillige Gewinnreserven und Gewinn- bzw. Verlustvortrag | Eigene Kapitalanteile (Minusposition) | Periodenerfolg | Total | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Eigenkapital am Anfang der Berichtsperiode | 166’674 | 57’062 | 17’946 | 11’050 | 604 | 0 | 1’711 | 255’047 |
| Gewinnverwendung 2024 | ||||||||
| Spende an Innovationsfonds | -200 | -200 | ||||||
| Zuweisung an Reserven für allgemeine Bankrisiken | 3’500 | 3’500 | ||||||
| Zuweisung an gesetzliche Gewinnreserve | 100 | -100 | 0 | |||||
| Dividende | -1’677 | -1’677 | ||||||
| Nettoveränderung des Gewinnvortrages | -265 | 265 | 0 | |||||
| Kapitalerhöhung* | 982 | 785 | 1’767 | |||||
| Gewinn 2025 | 1’033 | 1’033 | ||||||
| Eigenkapital am Ende der Berichtsperiode | 167’656 | 57’847 | 18’046 | 14’550 | 339 | 0 | 1’033 | 259’471 |
*Emissionsabgaben und Transaktionsnebenkosten wurden den Kapitalreserven belastet.
Die EStV hat die «Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen» per 04.02.2026 in der Höhe von CHF 57'061'801.47 bestätigt.
5.1 Angabe der Firma oder des Namens sowie der Rechtsform und des Sitzes der Bank
Allgemeines
Die Alternative Bank Schweiz AG (ABS) ist als ökologisch und sozial orientierte Bank in der ganzen Schweiz tätig. Der Hauptsitz der ABS befindet sich am Amthausquai 21 in Olten. An der Rue du Port-Franc 11 in Lausanne besteht eine Vertretung. In Zürich, Kalkbreitestrasse 10, wird ein Beratungszentrum geführt, so auch in Genf an der Rue de Lyon 77.
Hauptgeschäftssparte und zugleich Hauptertragsquelle ist das Zinsdifferenzgeschäft. Die ABS bietet nach aussen Kredittransparenz und arbeitet nicht gewinnmaximierend. Im Zinsdifferenzgeschäft ist eine spezielle Förderkonzeption mit Förderkrediten und Förder-Kassenobligationen integriert. Als weitere Ertragsquelle hat sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft etabliert. Das Handelsgeschäft ist ohne grössere Bedeutung.
Per Ende 2025 beschäftigt die ABS teilzeitbereinigt 158,4 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Lernende).
Bilanzgeschäft
Das Zinsdifferenzgeschäft – Entgegennahme von Kundengeldern und Ausleihungen an Kundinnen und Kunden – bildet die Hauptertragsquelle. Die Ausleihungen erfolgen vor allem auf grundpfändlich gedeckter Basis in Form von Hypotheken und Darlehen auf Wohn- und Geschäftsliegenschaften. Daneben werden Kontokorrentkredite an Handel und Gewerbe sowie Vorschüsse und Darlehen an Projekte und Einzelunternehmerinnen und -unternehmer, überwiegend auf gedeckter Basis, gewährt. Die Finanzierung erfolgt ausschliesslich über Kundengelder und eigene Mittel.
Das Interbankgeschäft wird hauptsächlich im kurzfristigen Bereich mit erstklassigen Gegenparteien betrieben. Für Liquiditäts- und Anlagezwecke halten wir in den Finanzanlagen ein Portefeuille mit vorwiegend Obligationen in Franken.
Im Bilanzstrukturmanagement werden Zins-Swaps zur Bewirtschaftung der Zinsänderungsrisiken eingesetzt.
Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft
Der Hauptertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultiert aus der Vermögensverwaltung, dem Wertschriftenhandel und dem Depotgeschäft für Kunden, den Treuhandanlagen und aus dem Zahlungsverkehr. Die Dienstleistungen werden von der Privatkundschaft, institutionellen Kundinnen und Kunden sowie von Gewerbebetrieben beansprucht.
Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft umfasst vor allem den Zahlungsverkehr für die Kundinnen und Kunden, den Handel mit Anlagefondsanteilen und eigenen Aktien, die Gewährung von Kautionen und Bankgarantien sowie die Vermittlung von treuhänderischen Darlehen.
Übrige Geschäftsfelder
Zur Sicherstellung der geforderten Liquidität tätigt die ABS Anlagen bei erstklassigen Schweizer Banken sowie Finanzanlagen.
Handelsgeschäft
Der Ertrag aus dem Handelsgeschäft resultiert aus dem Devisen- sowie Wertschriftenhandel auf eigene Rechnung. Der Handel mit Devisen und Wertschriften wird ohne bedeutenden Eigenbestand betrieben.
5.2 Erläuterungen zum Risikomanagement, insbesondere zur Behandlung des Zinsänderungsrisikos, anderer Marktrisiken und der Kreditrisiken
Risikobeurteilung
Ausgehend von einer periodisch durchgeführten systematischen Risikoidentifikation werden die für die Gesellschaft wesentlichen Risiken auf ihre Eintretenswahrscheinlichkeit und deren finanzielle Auswirkungen bewertet. Mit entsprechenden, vom Verwaltungsrat beschlossenen Massnahmen werden diese Risiken vermieden, vermindert oder abgesichert. Die selbst getragenen Risiken werden konsequent überwacht. Die letzte Risikobeurteilung durch den Verwaltungsrat wurde am 13. Juni 2025 vorgenommen.
Risikomanagement
Das Rahmenkonzept für das institutsweite Risikomanagement, welches von der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat mindestens jährlich auf seine Angemessenheit überprüft wird, bildet die Basis für das Risikomanagement. Für die einzelnen Risiken werden klare Grenzen gesetzt, deren Einhaltung laufend überwacht wird.
Kreditrisiken
Unter diese Rubrik fallen sämtliche Engagements, aus denen ein Verlust entstehen kann, wenn Gegenparteien nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.
Die Kreditpolitik basiert auf bewährten und anerkannten Grundsätzen. Für die Kreditbewilligungen bestehen klare ethische und finanzielle Qualitätsanforderungen bzw. Kompetenzlimiten. Die Kreditrisiken werden regelmässig im Rahmen eines Ratingsystems überprüft. Es werden sowohl die Kreditwürdigkeit als auch die Kreditfähigkeit analysiert und entsprechende Massnahmen getroffen. Bei Immobilien stützt sich die ABS auf eigene Beurteilungen und anerkannte Vertrauensschätzerinnen und -schätzer.
Bei Kundenausleihungen im Kreditwesen beachten wir strikte folgende Grundsätze der Risikovorsorge: – Risikominderung durch effiziente Bonitätsprüfung (Rating), qualifizierte Kreditsachbearbeitung, risikobegrenzende Organisationsstruktur, zweckmässige Kreditabwicklung und integrierte Kreditüberwachung. – Risikodiversifikation durch Verteilung der Ausleihsumme auf möglichst viele unterschiedliche Kreditnehmerinnen und -nehmer sowie Vermeidung von Konzentration in bestimmten Gruppen von Kreditnehmenden, Branchen und Regionen. Es sind interne Kreditobergrenzen definiert, abhängig von Deckungsart und Kundenrating.
Alle Kundenausleihungen werden periodisch überprüft. Das Prüfungsintervall ist abhängig von Kundenbonität, Höhe des Engagements sowie Qualität der Sicherheiten. Bestehen Anzeichen einer Verschlechterung des Kredits, erfolgt eine Analyse der Kreditbeziehung.
Eine auf Umstrukturierungen und Verwertungen spezialisierte Gruppe am Hauptsitz steht sowohl der Kundschaft als auch den Kundenberaterinnen und -beratern zur Bewältigung und Lösung von ausserordentlichen oder komplexen Aufgaben zur Verfügung. Wertberichtigungen und Rückstellungen werden mindestens quartalsweise überprüft und angepasst.
Die Zinsänderungsrisiken werden durch periodische Analysen überwacht, um allfällige negative Auswirkungen auf den Nettozinsertrag zu begrenzen. Dabei gelangen Massnahmen im klassischen Bereich der bilanzwirksamen Geschäfte sowie Zinssatzswaps zum Einsatz. Instrumente wie Zinsfutures, Caps, Floors und Forward Rate Agreements werden nicht eingesetzt.
Die Markt- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der bankengesetzlichen Bestimmungen überwacht und begrenzt. Mit Weisungen zur internen Organisation werden die Betriebsrisiken eingeschränkt.
Zur Begrenzung von Rechtsrisiken werden von den Bankorganen im Bedarfsfall externe Anwältinnen und Anwälte beigezogen.
Die Führungsorgane der ABS werden mit stufengerechter Information regelmässig über die Vermögens-, Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage sowie die damit verbundenen Risiken orientiert.
Operationelle Risiken
Operationelle Risiken werden definiert als «Gefahren von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten». Sie werden mit internen Reglementen, Weisungen zur Organisation und entsprechenden Arbeitsanweisungen sowie durch interne Kontrollen beschränkt. Die interne Revision prüft regelmässig das interne Kontrollsystem und erstattet direkt Bericht an den Verwaltungsrat.
Compliance und rechtliche Risiken
Die Geschäftsleitung und die Compliance-Fachstelle stellen sicher, dass die Geschäftstätigkeit im Einklang mit den geltenden regulatorischen Vorgaben und den Sorgfaltspflichten eines Finanzintermediärs steht. Diese Stellen sind für die Überprüfung von Anforderungen und Entwicklungen seitens der Aufsichtsbehörde, des Gesetzgebers oder anderer Organisationen verantwortlich. Zudem sorgen sie dafür, dass die Weisungen und Reglemente an die regulatorischen Entwicklungen angepasst und auch eingehalten werden.
5.3 Erläuterungen zu den angewandten Methoden zur Identifikation von Ausfallrisiken und zur Festlegung des Wertberichtigungsbedarfs
Zusammenfassung
Für alle erkennbaren Verlustrisiken bei gefährdeten und nicht gefährdeten Forderungen werden nach dem Vorsichtsprinzip Wertberichtigungen für Ausfallrisiken gebildet. Eine Wertminderung liegt vor, wenn der voraussichtlich einbringbare Betrag (inklusive Berücksichtigung der Sicherheiten) den Buchwert der Forderung unterschreitet. Wertberichtigungen für Ausfallrisiken werden direkt von den entsprechenden Aktivpositionen subtrahiert.
Gefährdet sind Forderungen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass die Schuldnerin oder der Schuldner den zukünftigen Verpflichtungen nachkommen kann. Gefährdete Forderungen sind ebenso wie allfällige Sicherheiten zum Liquidationswert zu bewerten und unter Berücksichtigung der Bonität des Schuldners oder der Schuldnerin wertzuberichtigen. Die Bewertung erfolgt auf Einzelbasis und die Wertminderung wird durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt.
Die Ermittlung der Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken basiert auf einem systematischen Ansatz mit festgelegten historischen Erfahrungswerten und erfolgt auf Einzelbasis. Eine allfällige Verwendung der Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken erfolgt nach definierten Parametern.
Wenn eine Forderung als ganz oder teilweise uneinbringlich eingestuft oder ein Forderungsverzicht gewährt wird, erfolgt die Ausbuchung der Forderung zulasten der entsprechenden Wertberichtigung.
Detailliertere Erläuterungen
Zur Identifikation von Ausfallrisiken wendet die ABS ein externes Rating-System an. Die Überwachung der Ausfallrisiken während der gesamten Kreditdauer wird mit einer laufenden Aktualisierung der Kredit-Ratings und durch die regelmässige Kommunikation mit der Kundschaft sichergestellt.
Das Rating-System umfasst dreizehn Stufen («Klassen»). Mit diesem System können die Risiken bei der Kreditvergabe, aufgrund der in Zukunft durchschnittlich zu erwartenden Verluste eingeschätzt werden.
Die Bank klassiert alle Forderungen gegenüber Kundinnen und Kunden anhand quantitativer und qualitativer Faktoren in einer der dreizehn Rating-Klassen. Die Ausleihungen der Rating-Klassen 11, 12 und 13 gelten als gefährdet und werden einzeln wertberichtigt. Als Institut der Aufsichtskategorie 4 ist die Bank gemäss Art. 25 RelV-FINMA verpflichtet, auf nicht gefährdeten Forderungen Wertberichtigungen für latente Ausfallrisiken zu bilden. Die Bank hat jedoch vom Wahlrecht gemäss RelV-FINMA Gebrauch gemacht und bildet stattdessen für die Rating-Klassen 1–10 Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken. Jedes Kreditgeschäft enthält ein inhärentes Ausfallrisiko. Bei den Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken handelt es sich um Wertberichtigungen für noch nicht eingetretene Verluste. Diese werden ebenfalls auf Einzelbasis errechnet. Die Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken basieren auf Berechnungen, in die das aktuelle Engagement, die Ausfallwahrscheinlichkeit je Rating-Klasse und die Verlustquote, welche die vorhandenen Sicherheiten und deren Wert berücksichtigt, einfliessen. Die Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit basiert auf statistisch ausgewerteten, historischen Fällen. Auf dieser Basis wird eine Prognose für die Zukunft anhand der heutigen Fakten erstellt. Die Verlustquote ist der Anteil des zu erwartenden Verlusts unter Berücksichtigung von vorhandenen Sicherheiten bei einem potenziellen Zahlungsausfall. Für die Festlegung der Höhe der Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken können nebst diesen statistischen Faktoren weitere Informationen berücksichtigt werden. Abhängig von der jeweiligen Risikoklasse werden Wertberichtigungssätze von 0,03–13,5 Prozent angewendet.
Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken können ohne sofortigen Wiederaufbau für die Bildung von Einzelwertberichtigungen verwendet werden – insbesondere in ausserordentlichen Situationen, welche hohe Verluste oder hohen Wertberichtigungsbedarf mit sich bringen. Als ausserordentlich hoch wird der Bedarf an Einzelwertberichtigungen und -rückstellungen angesehen, wenn dieser 5 Prozent der Position «Brutto-Erfolg Zinsengeschäft» übersteigt. Der Wiederaufbau der verwendeten Wertberichtigungen für inhärente Ausfallrisiken zur Bildung von Einzelwertberichtigungen erfolgt in Abhängigkeit des Betrags. Eine allfällige Unterdeckung wird innerhalb von maximal fünf Geschäftsjahren beseitigt. Per Bilanzstichtag besteht keine Unterdeckung. Die Bildung von Rückstellungen für inhärente Ausfallrisiken von Ausserbilanzgeschäften der Position «Eventualverpflichtungen» erfolgt gemäss den gleichen Abläufen, Systemen und Methoden. Im Berichtsjahr wurden die gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen nicht zur Deckung von Einzelwertberichtigungen und -rückstellungen verwendet.
Für Kontokorrentkredite mit Kreditlimiten, deren Benützung typischerweise häufigen und hohen Schwankungen unterliegt, wird gemäss Option von Randziffern 18 bis 20 des FINMA-Rundschreibens 2020/1 «Rechnungslegung – Banken» vorgegangen. Die erstmalige sowie spätere Bildung der Risikovorsorge erfolgt gesamthaft (d.h. Wertberichtigungen für Ausfallrisiken für die effektive Benützung und Rückstellungen für die nicht ausgeschöpfte Kreditlimite) über die Position «Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft». Jeweils monatlich erfolgt danach eine erfolgsneutrale Umbuchung zwischen Wertberichtigungen und Rückstellungen, damit die veränderte Ausschöpfung der jeweiligen Kreditlimiten auch innerhalb der Bilanz korrigiert werden kann. Auflösungen von frei werdenden Wertberichtigungen oder Rückstellungen werden ebenfalls über die Position «Veränderungen von ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen sowie Verluste aus dem Zinsengeschäft» vorgenommen oder erfolgsneutral in die Position «Rückstellungen» oder die Position «Reserven für allgemeine Bankrisiken» überführt (Umbuchung).
Nicht als Zinsertrag zu vereinnahmen sind Zinsen (einschliesslich Marchzinsen) und entsprechende Kommissionen, die überfällig sind. Als solche gelten Zinsen und Kommissionen, die seit über 90 Tagen fällig, aber nicht bezahlt sind. Die überfälligen Zinsen werden nach dem Bruttoprinzip ermittelt. Im Falle von Kontokorrentkrediten gelten Zinsen und Kommissionen als überfällig, wenn die erteilte Kreditlimite seit über 90 Tagen überschritten ist.
5.4 Erläuterungen zur Bewertung der Deckungen, insbesondere zu wichtigen Kriterien für die Ermittlung der Verkehrs- und Belehnungswerte
Sicherheiten werden systematisch nach einheitlichen Grundsätzen bewertet. In der Bewertung von Grundpfandsicherheiten wird dem Charakter der Liegenschaft Rechnung getragen.
Die maximale Belehnungsgrenze ist je nach Objektart verschieden und wird nur gewährt, wenn die Tragbarkeit gegeben ist:
Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen
Der Verkehrswert wird mit der hedonischen Bewertungsmethode ermittelt. Die Grundidee dieser wissenschaftlich fundierten Methode lautet: Für jede Eigenschaft eines Objektes ist die Nachfragerin oder der Nachfrager bereit, einen bestimmten Betrag zu bezahlen. Für eine attraktive Lage bezahlt die Nachfragerin oder der Nachfrager X Franken, für einen gehobenen Ausbaustandard Y Franken und so weiter. Aus der Summe der einzelnen Zahlungsbereitschaften für alle erfassten Eigenschaften resultiert der geschätzte Marktpreis.
Mehrfamilienhäuser, Geschäfts- und Gewerbeliegenschaften
Die Bewertung basiert in der Regel auf der Ertragswertmethode oder der Discounted-Cash-Flow-Methode.
Immobile Anlagen
Für Anlagen beispielsweise zur Energiegewinnung sowie Anlagen von industriellen und grossgewerblichen Liegenschaften werden die Discounted-Cash-Flow-Methode und die Realwertmethode angewendet.
Sonderfälle
Für Spezialobjekte, Bauland, Siedlungsprojekte oder landwirtschaftliche Grundstücke werden situativ Hilfswerte gemäss Realwertmethode, Vergleichswertmethode, Realoptionsmodell oder amtliche Werte angewendet.
5.5 Erläuterungen zur Geschäftspolitik beim Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten inkl. der Erläuterungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Hedge Accounting
Handelsgeschäfte in derivativen Finanzinstrumenten auf Rechnung der Bank sind grundsätzlich nicht vorgesehen, mit Ausnahme von Devisentermingeschäften.
Die Bank kann derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Asset and Liability Management zur Steuerung der Bilanz bzw. Absicherung von Zinsänderungsrisiken einsetzen (Absicherungsgeschäfte). Handlungsbedarf kann sich insbesondere dann ergeben, wenn die Einhaltung der von der Bank im Management der Zinsänderungsrisiken definierten Risikotoleranzen gefährdet sein könnte. Ob und in welchem Umfang derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden sollen, wird sowohl aufgrund von Einzelgeschäften wie auch jeweils auf der Basis von entsprechenden quartalsweisen ALM-Auswertungen entschieden. Sicherungsbeziehungen sowie Risikomanagementziele und -strategien dokumentieren wir beim Abschluss der jeweiligen derivativen Absicherungsgeschäfte. Wir überprüfen mindestens an jedem Bilanzstichtag die Effektivität der Sicherungsbeziehung. Dabei wird jeweils beurteilt, wie sich die aktuelle Situation bezüglich Zinsänderungsrisiken kalkulatorisch ohne und effektiv mit Absicherungsinstrumenten präsentiert und entsprechend abgeglichen. Von einer Effektivität der Sicherungsbeziehung ist immer dann auszugehen, wenn durch die eingesetzten Absicherungsinstrumente das Zinsänderungsrisiko, welchem sich die Bank aussetzt, entsprechend dem beabsichtigten Zweck beim Abschluss der Sicherungsbeziehung reduziert werden kann.
5.6 Erläuterung von wesentlichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank haben.
5.7 Gründe, die zu einem vorzeitigen Rücktritt der Revisionsstelle geführt haben
Es ist zu keinem vorzeitigen Rücktritt der Revisionsstelle gekommen.
6.1 Angabe der Abschlussart und gegebenenfalls der Art des durch die FINMA anerkannten internationalen Standards sowie der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die einzelnen Positionen der Bilanz und der Ausserbilanzgeschäfte
Grundlagen
Die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze richten sich nach dem Obligationenrecht, den Schweizer Rechnungslegungsvorschriften für Banken, wie sie aus dem Bankengesetz, dessen Verordnung, der Rechnungslegungsverordnung-FINMA und den Ausführungsbestimmungen hervorgehen, sowie den statutarischen Bestimmungen.
Allgemeine Grundsätze
Die Alternative Bank Schweiz erstellt einen statutarischen Einzelabschluss mit zuverlässiger Darstellung. Darin wird die wirtschaftliche Lage so dargestellt, dass sich Dritte ein sicheres Urteil bilden können.
Die Jahresrechnung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt. Die Bilanzierung erfolgt zu Fortführungswerten.
Aktiven, Verbindlichkeiten und Ausserbilanzgeschäfte werden einzeln bewertet.
Die Buchführung und Rechnungslegung erfolgt in Landeswährung (Schweizer Franken).
Werden in der Berichtsperiode Fehler aus früheren Perioden entdeckt, werden diese in der Berichtsperiode erfolgswirksam über die ordentlichen Positionen der Erfolgsrechnung korrigiert. Die Korrektur über die Positionen «Ausserordentlicher Aufwand» oder «Ausserordentlicher Ertrag» ist bei betriebsfremden Geschäftsvorfällen zulässig.
Erfassung und Bilanzierung
Sämtliche Geschäftsvorfälle werden am Abschlusstag in den Büchern der Bank erfasst und ab diesem Zeitpunkt gemäss den nachstehenden Grundsätzen bewertet. Wertschriftengeschäfte sowie der Zahlungsverkehr für Kunden werden ab dem Abwicklungsdatum in der Bilanz ausgewiesen.
6.2 Angaben zur Behandlung von Umrechnungsdifferenzen bei Fremdwährungen, zur angewandten Umrechnungsmethode und zu den wichtigsten Umrechnungskursen
Umrechnung von Fremdwährungen
Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen Tageskursen verbucht. Monetäre Vermögenswerte werden am Bilanzstichtag zum jeweiligen Mittelkurs umgerechnet und erfolgswirksam verbucht. Wechselkursdifferenzen zwischen dem Abschluss des Geschäfts und seiner Erfüllung werden über die Erfolgsrechnung verbucht. Für die Währungsumrechnungen wurden folgende Kurse verwendet:
Bilanzstichtagskurs 2025:
6.3 Angaben zur Erfassung der Geschäftsvorfälle
Flüssige Mittel, Forderungen sowie Verpflichtungen gegenüber Banken
Diese Positionen werden zum Nominalwert bewertet. Für erkennbare Risiken sind im Einzelfall Wertberichtigungen zu bilden.
Forderungen gegenüber Kunden und Kundinnen und Hypothekarforderungen, Verpflichtungen gegenüber Kundinnen bzw. Kunden
Diese Positionen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen für Ausfallrisiken erfasst.
Handelsbestände in Wertschriften und Edelmetallen
Die Handelsbestände werden zum Fair Value am Bilanzstichtag bewertet. Für Positionen, welche nicht an einer anerkannten Börse gehandelt werden oder für welche kein repräsentativer Markt besteht, erfolgt die Bewertung nach dem Niederstwertprinzip.
Positive und negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente
Derivate Finanzinstrumente werden zum Fair Value bewertet.
Die Absicherungsgeschäfte werden analog dem abgesicherten Grundgeschäft bewertet. Der Erfolg aus der Absicherung wird der gleichen Erfolgsposition zugewiesen wie der entsprechende Erfolg aus dem abgesicherten Geschäft oder er wird im Ausgleichskonto erfasst, sofern keine Wertanpassung im Grundgeschäft verbucht wird.
Finanzanlagen
Festverzinsliche Schuldtitel sowie Wandel- und Optionsanleihen werden nach dem Niederstwertprinzip bewertet, sofern keine Absicht zur Haltung bis zur Endfälligkeit besteht.
Die mit der Absicht zur Haltung bis zur Endfälligkeit erworbenen Schuldtitel werden nach der Accrual-Methode bewertet. Dabei wird das Agio bzw. Disagio in der Bilanzposition über die Laufzeit bis zum Endverfall abgegrenzt. Zinsenbezogene realisierte Gewinne oder Verluste aus vorzeitiger Veräusserung oder Rückzahlung werden über die Restlaufzeit, d.h. bis zur ursprünglichen Endfälligkeit, abgegrenzt.
Beteiligungstitel, Anteile von kollektiven Kapitalanlagen sowie aus dem Kreditgeschäft übernommene und zur Veräusserung bestimmte Liegenschaften werden zum Niederstwert bewertet. Bei aus dem Kreditgeschäft übernommenen und zur Veräusserung bestimmten Liegenschaften wird der Niederstwert als der tiefere des Anschaffungswertes oder Liquidationswertes bestimmt.
Bei Finanzanlagen, die zum Niederstwertprinzip bewertet werden, wird eine Zuschreibung bis höchstens zu den Anschaffungskosten verbucht, sofern der unter den Anschaffungswert gefallene Fair Value in der Folge wieder steigt.
Der Saldo der Wertanpassungen wird über die Positionen «Anderer ordentlicher Aufwand» bzw. «Anderer ordentlicher Ertrag» verbucht.
Bei Veräusserung von Finanzanlagen, die nach dem Niederstwertprinzip bewertet werden, wird der gesamte realisierte Erfolg über die Position «Erfolg aus Veräusserung von Finanzanlagen» verbucht.
Beteiligungen
Aktien und andere Beteiligungstitel sind ungeachtet des stimmberechtigten Anteils der Position Beteiligungen zuzuordnen, sofern sie mit der Absicht der dauernden Anlage erworben werden. Die Bewertung erfolgt zu Einstandspreisen abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen.
Die Werthaltigkeit wird an jedem Bilanzstichtag überprüft. Allenfalls sind zusätzliche Wertbeeinträchtigungen («Impairment») in der Erfolgsrechnung (Position «Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten») zu verbuchen. Eine Zuschreibung aus (teilweisem) Wegfall einer Wertbeeinträchtigung wird in der Position «Ausserordentlicher Ertrag» erfasst.
Sachanlagen
Die Bewertung erfolgt zu Einstandspreisen abzüglich notwendiger Wertberichtigungen.
Sachanlagen (EDV*, Einrichtungen, Mobiliar, Büromaschinen und Sicherheitsanlagen) werden zu 50 Prozent abgeschrieben.
Dieser Satz wird auf den Restwert berechnet.
Die Liegenschaften und die Sachanlagen, die zu Renditezwecken gehalten werden (z.B. vermietete Liegenschaften), sind zum Anschaffungswert inklusive der bereits getätigten Investitionen abzüglich notwendiger Abschreibungen bilanziert. Die Gebäude werden über die geschätzte Nutzungsdauer von 50 Jahren abgeschrieben.
Wertvermehrende Investitionen in Sachanlagen, die Renditezwecken dienen, sind zu aktivieren.
Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird an jedem Bilanzstichtag überprüft. Allenfalls sind zusätzliche Wertbeeinträchtigungen («Impairment») in der Erfolgsrechnung (Position «Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten») zu verbuchen. Eine Zuschreibung aus (teilweisem) Wegfall einer Wertbeeinträchtigung wird in der Position «Ausserordentlicher Ertrag» verbucht.
Kassenobligationen
Kassenobligationen werden zum Nennwert bilanziert.
Anleihen und Pfandbriefdarlehen
Anleihen und Pfandbriefdarlehen werden zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Eine Rückstellung ist eine auf einem Ereignis in der Vergangenheit begründete wahrscheinliche Verpflichtung, deren Höhe und/oder Fälligkeit ungewiss, aber verlässlich schätzbar ist.
Die Höhe der Rückstellung wird aufgrund einer Analyse des jeweiligen Ereignisses in der Vergangenheit sowie aufgrund von nach dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignissen bestimmt, sofern diese zur Klarstellung des Sachverhalts beitragen. Der Betrag ist nach wirtschaftlichem Risiko abzuschätzen, wobei dieses so objektiv wie möglich berücksichtigt wird. Übt der Faktor Zeit einen wesentlichen Einfluss aus, ist der Rückstellungsbetrag zu diskontieren. Die Höhe der Rückstellung hat dem Erwartungswert der zukünftigen Mittelabflüsse zu entsprechen. Sie hat die Wahrscheinlichkeit und die Verlässlichkeit dieser Geldabflüsse zu berücksichtigen.
Die Unterposition «Übrige Rückstellungen» kann stille Reserven enthalten.
Reserven für allgemeine Bankrisiken
Die Bilanzierung erfolgt zum Nennwert. Die Reserven für allgemeine Bankrisiken sind versteuert und Bestandteil des Eigenkapitals.
Eigene Schuld- und Beteiligungstitel
Erworbene eigene Kapitalanteile werden im Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungswerten erfasst und in der Position «Eigene Kapitalanteile» vom Eigenkapital abgezogen. Es wird keine Folgebewertung vorgenommen.
Der realisierte Erfolg aus der Veräusserung eigener Kapitalanteile wird über die Position «Gesetzliche Gewinnreserve» verbucht. Die Position «Eigene Kapitalanteile» wird im Umfang des der Veräusserung entsprechenden Anschaffungswerts vermindert.
Vorsorgeverpflichtungen
Die Ermittlung der tatsächlichen wirtschaftlichen Auswirkungen aus Vorsorgeverpflichtungen basiert auf den nach SWISS GAAP FER 26 erstellten Jahresrechnungen der Personalvorsorgeeinrichtungen. Es wird beurteilt, ob aus der Sicht der Bank aus allfälliger Unter- oder Überdeckung der Vorsorgeeinrichtung wirtschaftliche Risiken oder wirtschaftlicher Nutzen erwachsen könnte. Ein allfälliger wirtschaftlicher Nutzen wird nicht aktiviert, für allfällige Risiken werden hingegen Rückstellungen in der Bilanz gebildet.
Die gegenüber den angeschlossenen Vorsorgeeinrichtungen geschuldeten Arbeitgeberbeiträge werden laufend in der Erfolgsrechnung (Position «Personalaufwand») verbucht.
Steuern
Als Steueraufwand sind die Kapitalsteuern des laufenden Jahres sowie die effektiv bezahlten und geschuldeten Ertragssteuern zu berücksichtigen.
Ausserbilanzgeschäfte
Ausserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert erfasst. Für erkennbare Verlustrisiken werden auf der Passivseite der Bilanz Rückstellungen gebildet.
6.4 Begründung von Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Berichtsjahr sowie Angabe und Erläuterung ihrer Auswirkungen, namentlich auf die stillen Reserven
keine
7.1 Darstellung der Deckungen von Forderungen und Ausserbilanzgeschäften sowie der gefährdeten Forderungen
| Darstellung der Deckungen von Forderungen und Ausserbilanzgeschäften | Deckungsart | |||
| Hypothekarische Deckung | Andere Deckung | Ohne Deckung | Total | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen) | ||||
| Forderungen gegenüber Kunden | 30’881 | 76’705 | 346’796 | 454’381 |
| Hypothekarforderungen | ||||
| Wohnliegenschaften | 1’190’637 | 0 | 6’161 | 1’196’798 |
| Büro- und Geschäftshäuser | 12’952 | 0 | 0 | 12’952 |
| Gewerbe und Industrie | 150’720 | 0 | 3’050 | 153’771 |
| Übrige | 351’334 | 0 | 782 | 352’116 |
| Total Ausleihungen (vor Verrechnung mit den Wertberichtigungen) | ||||
| 31.12.2025 | 1’736’524 | 76’705 | 356’790 | 2’170’019 |
| 31.12.2024 | 1’667’328 | 79’527 | 336’459 | 2’083’314 |
| Total der mit den Ausleihungen verrechneten Wertberichtigungen | -3’463 | -598 | -14’745 | -18’805 |
| Total Ausleihungen (nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen) | ||||
| 31.12.2025 | 1’733’062 | 76’107 | 342’045 | 2’151’213 |
| 31.12.2024 | 1’665’154 | 78’841 | 324’565 | 2’068’560 |
| Ausserbilanz | ||||
| Eventualverpflichtungen | 70 | 804 | 617 | 1’491 |
| Unwiderrufliche Zusagen | 1’383 | 4’934 | 101’262 | 107’579 |
| Total Ausserbilanz | ||||
| 31.12.2025 | 1’453 | 5’738 | 101’879 | 109’070 |
| 31.12.2024 | 59’796 | 5’175 | 101’138 | 166’109 |
| Angaben zu gefährdeten Forderungen | Bruttoschuldbetrag | Geschätzte Verwertungserlöse der Sicherheiten* | Nettoschuldbetrag | Einzelwertberichtigungen |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Gefährdete Forderungen | ||||
| 31.12.2025 | 19’788 | 11’432 | 8’356 | 8’356 |
| 31.12.2024 | 20’589 | 14’618 | 5’971 | 5’971 |
Kommentar zu wesentlichen Veränderungen der gefährdeten Forderungen:
Der Nettoschuldbetrag der gefährdeten Forderungen und die Einzelwertberichtigungen haben sich per 31.12.25 um TCHF 2'385 erhöht.
Im Berichtsjahr wurden auf einer Position die Einzelwertberichtigungen erhöht.
Unsere Risikobeurteilung erfolgt konsequent nach dem Vorsichtigkeitsprinzip.
7.2 Darstellung der derivativen Finanzinstrumente (Aktiven und Passiven)
| Absicherungsinstrumente* | |||
| Positive Wiederbeschaffungswerte | Negative Wiederbeschaffungswerte | Kontraktvolumen | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Zinsinstrumente | 1’086 | 6’395 | 262’950 |
| Swaps | 1’086 | 6’395 | 262’950 |
| Devisen | 57 | 109 | 29’743 |
| Terminkontrakte | 57 | 109 | 29’743 |
| Total vor Berücksichtigung der Nettingverträge: | |||
| 31.12.2025 | 1’143 | 6’504 | 292’693 |
| davon mit einem Bewertungsmodell ermittelt | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2024 | 384 | 9’744 | 291’273 |
| davon mit einem Bewertungsmodell ermittelt | 0 | 0 | 0 |
| Total nach Berücksichtigung der Nettingverträge: | Positive Wiederbeschaffungswerte (kumuliert) | Negative Wiederbeschaffungswerte (kumuliert) | |
| in TCHF | in TCHF | ||
| 31.12.2025 | 1’143 | 6’504 | |
| 31.12.2024 | 384 | 9’744 | |
| Aufgliederung nach Gegenparteien: | Zentrale Clearingstellen | Banken und Wertpapierhäuser | Übrige Kunden |
| Positive Wiederbeschaffungswerte (nach Berücksichtigung der Nettingverträge) | |||
| 31.12.2025 | 0 | 1’143 | 0 |
| 31.12.2024 | 0 | 384 | 0 |
| * Absicherungsinstrumente im Sinne von Rz 431 ff. | |||
7.3 Aufgliederung der Finanzanlagen
| Buchwert | Fair Value | |||
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Schuldtitel | 136’287 | 118’128 | 136’390 | 118’644 |
| davon mit Halteabsicht bis Endfälligkeit | 136’287 | 118’128 | 136’390 | 118’644 |
| Beteiligungstitel | 10’303 | 5’276 | 10’701 | 6’057 |
| davon qualifizierte Beteiligungen* | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Liegenschaften | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Total | 146’590 | 123’405 | 147’091 | 124’700 |
| davon repofähige Wertschriften gemäss Liquiditätsvorschriften | 74’659 | 68’385 | 74’509 | 68’729 |
| * mindestens 10 % des Kapitals oder der Stimmen | ||||
| Aufgliederung der Gegenparteien nach Rating ** | AAA bis AA- | A+ bis A- | BBB+ bis BBB- | BB+ bis B- | Niedriger als B- | Ohne Rating |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Schuldtitel: Buchwerte | ||||||
| 31.12.2025 | 73’284 | 25’732 | 11’552 | 2’725 | 0 | 22’993 |
| 31.12.2024 | 78’279 | 10’594 | 2’000 | 0 | 0 | 27’255 |
| ** Die Bank stützt sich auf die Ratingklassen von S&P, Moody's und ZKB ab | ||||||
7.4 Darstellung der Beteiligungen
| per 31.12.2025 | Anschaffungs- wert | Bisher aufge- laufene Wert- berichtigungen bzw. Wertan- passungen (Equity-Be- wertung) | Buchwert Ende Vorjahr | Umgliederungen | Investitionen | Desinvestitionen | Wertberichtigungen | Wertanpassung der nach Equity bewerteten Be- teiligungen / Zuschreibungen | Buchwert Ende Berichtsjahr | Marktwert | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | ||
| Übrige Beteiligungen | |||||||||||
| mit Kurswert | 0 | 0 | 0 | 2’537 | 293 | -20 | -1’675 | 0 | 1’136 | 1’136 | |
| ohne Kurswert | 17’299 | -1’176 | 16’124 | -2’537 | 554 | -96 | 0 | 14’044 | 14’592 | ||
| Total Beteiligungen | 17’299 | -1’176 | 16’124 | 0 | 847 | -115 | -1’675 | 0 | 15’181 | 15’728 | |
Details Finanzanlagen
| Schuldtitel | 2025 | 2024 | |
| in TCHF | in TCHF | ||
| Eidgenossenschaft | 0 | 10’027 | |
| Kantone | |||
| Basel-Stadt | 3’457 | 0 | |
| Bern | 5’145 | 10’307 | |
| Genf | 24’610 | 3’894 | |
| Jura | 6’088 | 0 | |
| Neuenburg | 1’879 | 0 | |
| Solothurn | 0 | 4’982 | |
| Tessin | 9’774 | 2’003 | |
| Thurgau | 3’457 | 0 | |
| Zürich | 1’237 | 4’660 | |
| Bank Gantrisch | 3’000 | 3’000 | |
| Banque Cantonal Vaudoise | 2’999 | 2’999 | |
| BLS | 1’000 | 1’000 | |
| Corporacion Andina de Fomento (CAF) | 2’592 | 5’895 | |
| Coop Genossenschaft | 0 | 2’000 | |
| Cultura Sparebank | 786 | 798 | |
| Deutsche Bahn | 10’307 | 1’003 | |
| Dormakaba Finance AG | 4’642 | 0 | |
| Emissionszentrale für gemeinnützige Wohnbauträger (EGW) | 0 | 6’282 | |
| Ersparniskasse Rüeggisberg | 4’500 | 5’000 | |
| Freie Gemeinschaftsbank | 751 | 751 | |
| Geberit AG | 4’229 | 3’009 | |
| Georg Fischer Finanz AG | 6’910 | 0 | |
| Hilti AG | 7’514 | 2’978 | |
| Nederlandse Waterschapsbank N.V. | 2’170 | 2’173 | |
| Regiobank Solothurn | 10’000 | 10’000 | |
| Schaffhauser Kantonalbank | 1’000 | 1’000 | |
| Spar- und Leihkasse Bucheggberg | 2’000 | 3’000 | |
| Société Financière de la Nef | 1’957 | 1’972 | |
| Sonova Holding AG | 6’023 | 4’607 | |
| Stadt Bern | 0 | 5’658 | |
| Stadt Biel | 2’247 | 2’246 | |
| Stadt Genf | 0 | 2’996 | |
| Stadt Winterthur | 3’289 | 3’278 | |
| Stadt Zürich | 0 | 7’877 | |
| Triodos Bank N.V. | 2’725 | 2’735 | |
| Total Schuldtitel | 136’287 | 118’128 | |
| Beteiligungstitel | |||
| Gefiswiss Energy Transition Fund | 3’926 | 3’926 | |
| Triodos Microfinance Fund | 950 | 957 | |
| ABS Living Values II | 4’996 | 0 | |
| Diverse | 431 | 394 | |
| Total Beteiligungstitel | 10’303 | 5’276 | |
| Total Finanzanlagen | 146’590 | 123’405 |
Details Beteiligungen
| Name | Land | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| in TCHF | in TCHF | ||
| Crédal SC | Belgien | 465 | 469 |
| Cultura Sparebank | Norwegen | 428 | 434 |
| Ekobanken | Schweden | 762 | 726 |
| Européen de Financement Solidaire II SA | Luxemburg | 1’862 | 1’407 |
| France Active Investissement SA | Frankreich | 1’862 | 1’877 |
| GLS Gemeinschaftsbank | Deutschland | 2’420 | 2’440 |
| Merkur Andelskasse | Dänemark | 3’094 | 3’124 |
| Sidi | Frankreich | 678 | 683 |
| Société Financière de la Nef | Frankreich | 1’957 | 1’972 |
| The Charity Bank Ltd | Grossbritannien | 427 | 455 |
| Triodos Bank N.V. | Niederlande | 1’136 | 2’537 |
| Einfache Gesellschaft Neustart | Schweiz | 88 | 0 |
| Total | 15’180 | 16’124 |
7.5 Darstellung der Sachanlagen
| Anschaffungswert | Bisher aufgelaufene Abschreibungen | Buchwert 31.12.2024 | Umgliederungen | Investitionen | Desinvestitionen | Abschreibungen | Zuschreibungen | Buchwert 31.12.2025 | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Bankgebäude | 13’916 | -6’287 | 7’629 | 0 | 0 | 0 | -212 | 0 | 7’417 |
| Andere Liegenschaften | 6’496 | -5’648 | 848 | 0 | 0 | 0 | -24 | 0 | 824 |
| Selbst entwickelte oder separat erworbene Software | 11’614 | -10’742 | 872 | 0 | 316 | 0 | -594 | 0 | 594 |
| Übrige Sachanlagen | 25’412 | -23’788 | 1’624 | 0 | 2’067 | 0 | -1’845 | 0 | 1’845 |
| Total Sachanlagen | 57’437 | -46’465 | 10’972 | 0 | 2’383 | 0 | -2’675 | 0 | 10’680 |
7.6 Aufgliederung der Sonstigen Aktiven und Sonstigen Passiven
| Sonstige Aktiven | Sonstige Passiven | |||
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Ausgleichskonto | 4’503 | 9’088 | 0 | 0 |
| Abrechnungskonten | 19 | 235 | 608 | 36 |
| Eidgenössische Steuerverwaltung, Indirekte Steuern | 2’458 | 1’976 | 578 | 1’347 |
| Nicht eingelöste Coupons, Kassenobligationen und Obligationenanleihen | 0 | 0 | 6 | 6 |
| Übrige Aktiven und Passiven | 33 | 42 | 244 | 74 |
| Total | 7’013 | 11’342 | 1’437 | 1’464 |
7.7 Angaben der zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändeten oder abgetretenen Aktiven und der Aktiven unter Eigentumsvorbehalt
| Verpfändete / abgetretene Aktiven | Buchwerte | Effektive Verpflichtungen | ||
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Flüssige Mittel | 9’675 | 9’183 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber Banken | 5’300 | 9’000 | 5’379 | 9’471 |
| Finanzanlagen | 1’996 | 2’003 | 0 | 0 |
7.8 Angaben der Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen sowie der Anzahl und Art von Eigenkapitalinstrumenten der Bank, die von eigenen Vorsorgeeinrichtungen gehalten werden
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | |
| Verpflichtungen aus Kundeneinlagen | 48 | 234 |
| Total | 48 | 234 |
7.9 Angaben zur wirtschaftlichen Lage der eigenen Vorsorgeeinrichtungen
a) Arbeitgeberbeitragsreserven (AGBR)
Es bestehen keine Arbeitgeberbeitragsreserven.
b) Darstellung des wirtschaftlichen Nutzens / der wirtschaftlichen Verpflichtung und des Vorsorgeaufwandes
| Über- / Unterdeckung | Wirtschaftlicher Anteil der Bank bzw. der Finanzgruppe | Veränderung zum Vorjahr des wirtschaftlichen Anteils (wirtschaftlicher Nutzen bzw. wirtschaftliche Verpflichtung) | Bezahlte Beiträge für die Berichtsperiode | |||
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
| in % | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF |
| 110.5% | 0 | 0 | 0 | 2’055 | 2’055 | 1’517 |
Der Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtung beträgt 113% per 30.9.25 (Quelle: nest-info.ch, abgerufen am 22.01.2026).
7.10 Darstellung der Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie der Reserven für allgemeine Bankrisiken und ihrer Veränderungen im Laufe des Berichtsjahres
| 31.12.2024 | Zweckkonforme Verwendungen | Umbuchungen | Währungsdifferenzen | Überfällige Zinsen, Wiedereingänge | Neubildungen zulasten Erfolgsrechnung | Auflösungen zugunsten Erfolgsrechnung | 31.12.2025 | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Rückstellungen für Ausfallrisiken | 315 | 0 | 0 | 0 | 0 | 379 | 0 | 695 |
| Übrige Rückstellungen | 55’736 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3’394 | -12’166 | 46’964 |
| Total Rückstellungen | 56’051 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3’773 | -12’166 | 47’658 |
| Reserven für allgemeine Bankrisiken (versteuert) | 11’050 | 0 | 0 | 3’500 | 0 | 14’550 | ||
| Wertberichtigungen für Ausfallrisiken und Länderrisiken | 14’754 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4’738 | -687 | 18’805 |
| davon Wertberichtigungen für Ausfallrisiken aus gefährdeten Forderungen | 5’971 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2’827 | -441 | 8’356 |
| davon Wertberichtigungen für inhärente Risiken | 8’783 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1’911 | -246 | 10’449 |
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit erbringt die ABS u.a. Dienstleistungen in der Vermögensverwaltung. Aus diesem Geschäftsfeld haben sich im Zusammenhang mit der Einhaltung regulatorischer Vorgaben und operationeller Risiken potenzielle Haftungsansprüche ergeben. Unter Anwendung des Vorsichtsprinzips wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese basieren auf den zum Bilanzstichtag verfügbaren Informationen. Die Bestimmung der Höhe dieser Rückstellungen erfordert Schätzungen, die auf der Beurteilung verschiedener Faktoren beruhen, insbesondere der aktuellen Sachlage, der eingesetzten Finanzinstrumente sowie der Einschätzungen interner und externer Expertinnen und Experten. Die Schätzung weist eine erhöhte Unsicherheit auf und wurde nach bestem Wissen und Gewissen ermittelt.
Die Rückstellungen werden regelmässig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder Entwicklungen entsprechend angepasst.
Die Reduktion der übrigen Rückstellungen beinhaltet die Auflösung stiller Reserven.
7.11 Darstellung des Gesellschaftskapitals
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |||||||||
| Gesellschaftskapital | A-Aktien Nom. CHF 100 | B-Aktien Nom. CHF 1'000 | Gesamt- nominalwert | dividenden- berechtigtes Kapital | A-Aktien Nom. CHF 100 | B-Aktien Nom. CHF 1'000 | Gesamt- nominalwert | dividenden- berechtigtes Kapital | ||
| Stückzahl | Stückzahl | in TCHF | Stückzahl | in TCHF | Stückzahl | Stückzahl | in TCHF | Stückzahl | in TCHF | |
| Aktienkapital (voll liberiert) | 10’647 | 166’591 | 167’656 | 177’238 | 167’656 | 10’647 | 165’609 | 166’674 | 176’256 | 166’674 |
| Total Gesellschaftskapital | 10’647 | 166’591 | 167’656 | 177’238 | 167’656 | 10’647 | 165’609 | 166’674 | 176’256 | 166’674 |
| Genehmigtes Kapitalband | 3’549 | 54’221 | 54’576 | 57’770 | 54’576 | 3’549 | 55’203 | 55’558 | 58’752 | 55’558 |
| pendente Kapitalerhöhung | 982 | 982 | 982 | 982 |
7.11 Darstellung des Gesellschaftskapitals (Fortsetzung)
Darstellung der Aktionärsstruktur
Die ABS bekennt sich zu einer pluralistischen Trägerschaft und schliesst beherrschende Machtverhältnisse aus. Stimmrechtsaktien und damit erhöhte Mitentscheidungsbefugnisse werden nur zielgleich engagierten Organisationen angeboten. Aus Gründen der Transparenz veröffentlicht die ABS den Namen, die Anzahl Aktien und den Stimmrechtsanteil aller Aktionärinnen und Aktionäre, die 3 Prozent oder mehr Stimmrechte besitzen. Zudem weist sie in aggregierter Form die Verteilung der Aktien aus.
Aktionäre mit mehr als 3 Prozent Stimmenanteil: keine
| Anzahl Aktien | Anzahl Aktionärinnen und Aktionäre |
| 1 | 862 |
| 2 bis 5 | 1454 |
| 6 bis 10 | 3194 |
| 11 bis 20 | 2042 |
| 21 bis 50 | 1445 |
| 51 bis 100 | 383 |
| 101 bis 999 | 142 |
| 1000 und mehr | 3 |
| Total | 9525 |
7.12 Angaben der Forderungen und Verpflichtungen gegenüber
nahestehenden Personen
| Forderungen | Verpflichtungen | |||
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Organgeschäfte | 8’062 | 38’413 | 1’044 | 2’179 |
Organgeschäfte umfassen sämtliche Kredit- und Einlagengeschäfte mit Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sowie mit juristischen Personen, an denen Organmitglieder Einsitz haben oder eine massgeblich finanzielle Beteiligung halten.
7.12 Angaben der Forderungen und Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Personen (Fortsetzung)
Organkredit
| KreditnehmerIn | Kreditzweck | Forderungen | Name, Organ |
| in TCHF | |||
| Andrey Gerhard | Wohnfinanzierung | 250 | Andrey Gerhard, Verwaltungsrat |
| Bardet Nicole | Wohnfinanzierung für Personal | 750 | Bardet Nicole, Geschäftsleitung |
| Schützen Rheinfelden Immobilien AG | Klinik für psychosomatische Erkrankungen, Hotel/Restaurant | 5’953 | Wuhrmann Albert, Verwaltungsrat |
| Dür Braida | Finanzierung landwirtschaftliches Gebäude | 675 | Dür Braida, Verwaltungsrat |
| Clapasson Valérie Anouk | Wohnfinanzierung | 432 | Clapasson Valérie Anouk, Verwaltungsrat |
| Total | 8’060 | ||
Erläuterungen zu den Bedingungen:
Mitarbeitende der Alternativen Bank Schweiz AG erhalten die marktüblichen Vorzugskonditionen auf Aktiv-, Passiv sowie Dienstleistungsgeschäften.
Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten keine Vorzugskonditionen.
7.13 Angaben über die eigenen Kapitalanteile und die Zusammensetzung des Eigenkapitals
Angaben über eigene Kapitalanteile
| Bezeichnung | Valor | |
| Namenaktie Alternative Bank Schweiz AG Kat. B Nominal CHF 1'000 | 141724 | |
| Namenaktie Alternative Bank Schweiz AG Kat. A Nominal CHF 100 | 141725 |
| Durchschnittl.-Transaktionspreis | ||
| Anzahl | in TCHF | |
| Anfangsbestand | 0 | 0 |
| Käufe | 0 | 0 |
| Verkäufe | 0 | 0 |
| Endbestand | 0 | 0 |
7.14 Darstellung der Fälligkeitsstruktur der Finanzinstrumente
| auf Sicht | kündbar | innert 3 Monaten | nach 3 Monaten bis zu 12 Monaten | nach 12 Monaten bis zu 5 Jahren | nach 5 Jahren | immobilisiert | Total | |
| in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | in TCHF | |
| Aktivum / Finanzinstrumente | ||||||||
| Flüssige Mittel | 487’322 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 487’322 |
| Forderungen gegenüber Banken | 22’171 | 0 | 1’500 | 2’500 | 8’000 | 0 | 0 | 34’171 |
| Forderungen gegenüber Kunden | 2’449 | 107’777 | 6’585 | 19’921 | 144’369 | 157’129 | 0 | 438’230 |
| Hypothekarforderungen | 62 | 44’513 | 99’010 | 143’964 | 863’100 | 562’335 | 0 | 1’712’984 |
| Handelsgeschäft | ||||||||
| Positive Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente | 1’143 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1’143 |
| Finanzanlagen | 13’010 | 0 | 1’099 | 25’539 | 92’937 | 14’007 | 0 | 146’591 |
| Total 31.12.2025 | 526’158 | 152’291 | 108’194 | 191’924 | 1’108’405 | 733’470 | 0 | 2’820’441 |
| Total 31.12.2024 | 367’713 | 171’269 | 90’537 | 228’111 | 964’270 | 750’938 | 0 | 2’572’838 |
| Fremdkapital / Finanzinstrumente | ||||||||
| Verpflichtungen gegenüber Banken | 95 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 95 |
| Verpflichtungen aus Kundeneinlagen | 873’052 | 1’291’398 | 19’196 | 31’817 | 0 | 0 | 0 | 2’215’463 |
| Negative Wiederbeschaffungswerte derivativer Finanzinstrumente | 6’504 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6’504 |
| Kassenobligationen | 0 | 0 | 18’865 | 37’846 | 221’972 | 41’298 | 0 | 319’981 |
| Total 31.12.2025 | 879’651 | 1’291’398 | 38’061 | 69’663 | 221’972 | 41’298 | 0 | 2’542’043 |
| Total 31.12.2024 | 358’478 | 1’638’746 | 10’412 | 36’799 | 200’852 | 51’572 | 0 | 2’296’859 |
8.1 Aufgliederung der Eventualverpflichtungen sowie der Eventualforderungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | |
| Übrige Eventualverpflichtungen | 1’491 | 2’107 |
| Total Eventualverpflichtungen | 1’491 | 2’107 |
8.2 Aufgliederung der Treuhandgeschäfte
| Währungen umgerechnet in CHF | TCHF | TEUR | DIV | Total in TCHF |
| Treuhandkredite | ||||
| 31.12.2025 | 900 | 0 | 238 | 1’138 |
| 31.12.2024 | 1’700 | 0 | 272 | 1’972 |
9.1 Angabe eines wesentlichen Refinanzierungsertrags in der Position Zins- und Diskontertrag sowie von wesentlichen Negativzinsen
Die ABS hat im Berichtsjahr keine auszuweisenden Positionen.
9.2 Aufgliederung des Personalaufwands
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | |
| Gehälter (Sitzungsgelder und feste Entschädigungen an Bankbehörden, Gehälter und Zulagen) | 17’721 | 14’894 |
| davon Verwaltungsrat | 458 | 329 |
| davon Geschäftsleitung | 1’025 | 857 |
| Beiträge an Personal-Wohlfahrtseinrichtungen | 2’055 | 1’517 |
| Sozialaufwendungen | 1’807 | 1’527 |
| Übriger Personalaufwand | 1’609 | 1’597 |
| Total Personalaufwand | 23’192 | 19’535 |
9.3 Aufgliederung des Sachaufwands
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in TCHF | in TCHF | |
| Raumaufwand | 660 | 619 |
| Büroaufwand | 1’659 | 1’274 |
| Aufwand für Informations- und Kommunikationstechnik | 5’850 | 4’850 |
| Aufwand für Fahrzeuge, Maschinen, Mobiliar und übrige Einrichtungen | 83 | 76 |
| Dienstleistungen Diverse | 670 | 714 |
| Kommunikationsaufwand | 1’318 | 1’152 |
| Rechts- und Betreibungsaufwand | 1’957 | 602 |
| Honorare der Prüfgesellschaft(en) (Art. 961a Ziff. 2 OR) | 278 | 299 |
| davon für Rechnungs- und Aufsichtsprüfung | 278 | 299 |
| davon für andere Dienstleistungen | 0 | 0 |
| Übriger Geschäftsaufwand | 320 | 288 |
| Total Sachaufwand | 12’795 | 9’875 |
9.4 Erläuterungen zu wesentlichen Verlusten, ausserordentlichen Erträgen und Aufwänden sowie zu wesentlichen Auflösungen von stillen Reserven, Reserven für allgemeine Bankrisiken und von frei werdenden Wertberichtigungen und Rückstellungen
Im Berichtsjahr wurden 12,2 Mio. übrige Rückstellungen (stille Reserven) aufgelöst.
9.5 Darstellung von laufenden Steuern, der latenten Steuern und Angabe des Steuersatzes
| 31.12.25 | 31.12.24 | |
| in TCHF | in TCHF | |
| Aufwand für laufende Steuern | 936 | 741 |
| Total Steuern | 936 | 741 |
| Durchschnittlicher Steuersatz auf Basis des Geschäftserfolges* | -14% | 30% |
*Berechnung gemäss Rundschreiben 2020 /1 Rechnungslegung - Banken
An die Generalversammlung der Alternativen Bank Schweiz AG, Olten
Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2025 abgeschlossene Geschäftsjahr
Prüfungsurteil
Wir haben die Jahresrechnung der Alternative Bank Schweiz AG (die «Gesellschaft») – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Erfolgsrechnung und dem Eigenkapitalnachweis für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung (Seiten18 - 46) dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den schweizerischen gesetzlichen Vorschriften und den für Abschlussprüfungen von Gesellschaften des öffentlichen Interesses relevanten Anforderungen des Berufsstands. Wir haben auch unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Sonstige Informationen
Der Verwaltungsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung und unseren dazugehörigen Bericht.
Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrates für die Jahresrechnung
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten und für die internen Kontrollen, die der Verwaltungsrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der Verwaltungsrat beabsichtigt, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemässes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir kommunizieren mit dem Verwaltungsrat bzw. dessen zuständigem Ausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschliesslich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung identifizieren.
Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen
In Übereinstimmung mit Artikel 728a Absatz 1 Ziffer 3 des Schweizer Obligationenrechts und PS-CH 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Zürich, 1. April 2026
Grant Thornton AG
Markus Eugster
Revisionsexperte (Leitender Revisor)
Christian Bögli
Revisionsexperte
Im Jahr 2025 hat die Ethik-Kontrollstelle der ABS ihren Prüfschwerpunkt in Absprache mit dem Verwaltungsrat auf Fragen rund um die Partizipation gelegt. Hierbei handelt es sich um ein massgebliches Prinzip, das nicht nur für die ABS, sondern auch in der internationalen Debatte ein zentrales Merkmal ethisch ausgerichteter Banken darstellt. So wird die Bedeutung der Partizipation der Mitarbeitenden für die ABS etwa im Leitbild der Bank wie folgt hervorgehoben: «Wir legen Wert auf die aktive Mitwirkung aller Mitarbeitenden.»[1] Ebenso ist festgehalten, dass die Mitarbeitenden an den Unternehmensentscheiden beteiligt werden und Mitwirkungsrechte «in der ABS-Verfassung zur Zusammenarbeit»[2] festgehalten sind. Die Partizipation spielt für die Bank also unbestritten eine wichtige Rolle – die Transformation hin zum soziokratisch inspirierten Organisationsmodell hatte mitunter zum Ziel, die Teilhabe innerhalb der Organisation weiter zu stärken.
Wie üblich hat die Ethik-Kontrollstelle für ihre Berichterstattung die relevanten internen Dokumente analysiert, wissenschaftliche Literatur zum Thema ausgewertet und eine Reihe ausführlicher Gespräche mit Mitarbeitenden und Verantwortungsträgerinnen und -träger aller Ebenen der Bank geführt. Auf dieser Grundlage wurden die für die ABS zentralen ethischen Fragen rund um das Thema der Partizipation herausgearbeitet und konkrete Empfehlungen formuliert. Der Prüfschwerpunkt 2025 widmet sich vor diesem Hintergrund einerseits der Frage, was Partizipation bedeutet und wie sie in der ABS heute verstanden wird. Andererseits wird thematisiert, weshalb das Verständnis von Partizipation aus ethischer Sicht für eine Bank wie die ABS bedeutsam ist. Konkret wird auf die Relevanz von Partizipation im Blick auf die Mitarbeitenden und im Blick auf die Führungskultur fokussiert.
Die Ethik-Kontrollstelle unterstreicht mit Nachdruck die Bedeutung, die der Partizipation für die ABS zukommt. Partizipation kann, so eine der Schlussfolgerungen, als eines der wesentlichen Merkmale einer ethischen Bank gesehen werden. Auf diesem Gebiet und dem damit verbundenen transformativen Anspruch liegt dementsprechend das entscheidende Element, das eine ethische Bank von anderen Banken unterscheidet. Zu den Herausforderungen für die ABS gehört es, zu gewährleisten, dass das Bewusstsein für den intrinsischen Wert der Partizipation auch über die in der Bank tätigen Generationen hinweg gewahrt bleibt.
Zu unterscheiden gilt es freilich zwischen zwei Sichtweisen, die innerhalb der Bank teilweise in Widerstreit stehen: Partizipation kann erstens als intrinsisch wertvoll betrachtet werden (d.h. als Ausdruck des Respekts vor der Autonomie der Mitarbeitenden), zweitens auch als funktional bedeutsam (als Mittel zu einem Zweck, etwa der vermehrten Übernahme von Verantwortung seitens der Mitarbeitenden). Im Blick auf die Wahrnehmung der Partizipation seitens der Mitarbeitenden gilt es diesen Aspekt der Verantwortung und der Verantwortungszuschreibung besonders zu beachten. Tatsächlich ist die Einschätzung durchaus verbreitet, wonach sich Abläufe und Zuständigkeiten aufgrund erhöhter Beteiligung im Zuge des Übergangs zur Soziokratie teilweise verkompliziert haben, sodass im Resultat nicht selten die tatsächliche Teilhabe – jedenfalls an der konkreten Entscheidungsfindung – als eher geringer wahrgenommen wird. Auch stellt sich die Herausforderung, dass die Kreisstruktur nicht immer zu garantieren vermag, dass die konkrete Aufgabe auch mit der nötigen Kompetenz – im Sinne von Wissen und Fähigkeiten – wahrgenommen wird. Nach Meinung der Ethik-Kontrollstelle bringt dies eine dreifache Implikation für die Führungskultur mit sich: Für eine nachhaltige Förderung und Verankerung der Partizipation verlangt ist a) eine Kultur des Einforderns als Spiegel der Verantwortungsübernahme, b) eine Kultur des gegenseitigen Helfens als Ausdruck eines partizipativen Verständnisses von Zusammenarbeit, sowie c) eine Kultur der Ehrlichkeit, die offene und transparente Selbsteinschätzungen seitens der Mitarbeitenden zulässt.
Aufgrund der herausragenden Stellung, die der Partizipation im Blick auf das ethische Selbstverständnis der ABS zukommt, empfiehlt die Ethik-Kontrollstelle der Bank unter anderem, ihre hohen Ambitionen für eine partizipative Gestaltung der Strukturen beizubehalten und das soziokratisch inspirierte Organisationsmodell weiterhin konsequent zur Stärkung der Partizipation zu nutzen, davon ausgehend aber auch die Grenzen der Soziokratie fortwährend zu klären. Denn das Ideal der Partizipation, so die Einschätzung der Ethik-Kontrollstelle, ist für die ABS in ethischer Hinsicht noch höher zu gewichten als das Funktionieren nach soziokratischen Prinzipien.
ethix – Lab für Innovationsethik: Johan Rochel, Jean-Daniel Strub
Zürich, 8. Dezember 2025
[1] https://www.abs.ch/de/download/leitbildpdf.
[2] ebd.
per 18. Dezember 2025
..... Unabhängige Kontrollinstanz
Das jeweils aktuelle Organigramm finden Sie unter abs.ch/de/gremien-der-abs
Mitglieder des Verwaltungsrates (VR)
| Name/Jahrgang/Wohnort/Nationalität/Bestand ABS-Aktien | im Amt seit | Funktionen im Verwaltungsrat und in der ABS | Ausbildung und Titel | Hauptberuf | Interessenbindungen | Bezogene Honorare |
| Gerhard Andrey 1976 Granges-Paccot/CH 10 Aktien | 29. 4. 2017 | Holzingenieur HTL; Informatiker NDK | Nationalrat und Unternehmer | Nationalrat GRÜNE FR; Verwaltungsrat Liip; Verwaltungsrat LerNetz; Stiftungsrat Seed Capital Fribourg; Stiftungsrat Applico; Präsident Akademie für aktuelle Musik Schweiz; Präsident In Situ, die Freiburger Kulturplattform | CHF 12'702 | |
| Florian Barras
1991 Yverdon-Les_Bains/CH - | 23.05.2025 | Rolle Ethik | Bachelor of Science in Naturwissenschaften, Universität Lausanne
Master in Grundlagen und Praxis der Nachhaltigkeit, Universität Lausanne PHD Umweltwissenschaften, Fachgebiet: Nachhaltige Finanzwirtschaft, Universität Lausanne | Beauftragter für Nachhaltigkeit der Stadt Fribourg | Präsident des akademischen Beirats des Arketa-Instituts | CHF 22'994 |
| Attila Baumgartner 1981 Zürich/CH 1 Aktie | 13. 5. 2023 | Vertreter der Personalvereinigung Beisitzer im Prüfungs- und Risikoausschuss | Master in Volkswirtschaft, Universität Bern; CAS Corporate Finance and Valuation, Universität Zürich; CAS Sustainable Finance, Universität Zürich | Business Development, ABS | Co-Präsident einer Arbeitsgruppe der Grünliberalen Partei, Zürich | CHF 2'500 (Jahreshonorar zusätzlich zum normalen Lohn) |
| Christoph Birkholz 1983 Zürich/DE/CH 10 Aktien | 26. 5. 2020 | Vizepräsident seit 23.05.2025 Mitglied Nominationskomitee Vorstand Verein Innovationsfonds bis August 2025 | Doktor in Management, Universität St. Gallen (HSG) (Fachgebiet Impact Investing); Master in General Management, Universität Witten/Herdecke | Unternehmer | Präsident des Verwaltungsrats der Impact Hub Zürich AG und der Kickstart Innovation AG Mitglied des Verwaltungsrats der Panter AG, der Panter Consulting Company AG und der what’s next ventures AG Prokurist der Inyova AG Präsident des Vereins Impact Hub Zürich Association und des Vereins HUB Fellowship Association Mitglied im Strategiegremium Faktor D Mitglied im Vorstand Verein IG Selnau | CHF 43'551 |
| Valérie Anouk Clapasson 1979 Zürich/CH 10 Aktien | 26. 5. 2020 | Präsidentin Verwaltungsrat ab 23.05.2025; Mitglied Nominationskomitee; Mitglied Adhoc Ausschuss | CAS Gesamtbanksteuerung HSLU; Executive Master of Business Administration, Universität Zürich; Master of Arts in Communications, Université Fribourg | Unternehmerin | Verwaltungsrätin Edith Maryon AG und Equimo AG Stiftungsrätin Stiftung Solinvest Geschäftsführung Wohnbaustiftung Baden | CHF 100'463 |
| Braida Dür 1982 Couvet/CH 12 Aktien | 29. 4. 2017 | Mitglied Prüfungs- und Risikoausschuss | EFZ Landwirtin; Agronomin FH; MSc Sustainable Agricultural and Forestry Production Systems | Betriebsleiterin Landwirtschaftsbetrieb SUR LE CRÊT | Mitglied Wissensgremium Bio-Suisse | CHF 45'276 |
| Marion Pester 1964 St. Gallen/CH/D 10 Aktien | 17. 5. 2024 | Leiterin Prüfungs- und Risikoausschuss; Mitglied Adhoc Ausschuss; Mitglied Nominationskomitee | Dr. rer. pol., Universität zu Köln; Dipl.-Kff., Universität zu Köln; Managementtrainerin Team Rosenkranz | Unabhängige Verwaltungsrätin, Organisationsentwicklerin und Gutachterin | Member Board of Directors GAM Investment Management (Switzerland) AG bis 30.06.2025; Member Advisory Board Attempto GmbH & Co. KG; Co-Editor Review of Cooperative Studies/Zeitschrift für das gesamte Genossenschaftswesen | CHF 102'058 |
| Christian Regnicoli 1974 Zürich/CH 2 Aktien | 17. 5. 2024 | Stiftungsrat-Mitglied ABS Vorsorgestiftungen seit 03.06.2025 | Oxford Bank Governance Programme; Executive MBA University of Oxford; Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA); Betriebsökonom FH | Head of Client Partnership Enabling Qapital AG | CHF 28'638 | |
| Albi Wuhrmann 1961 Rheinfelden/CH 50 Aktien | 8. 5. 2010 | Präsident Verein Innovationsfonds bis August 2025; Mitglied Prüfungs- und Risikoausschuss seit 27. Mai 2025 | Kaufmännischer Angestellter; Teil-MBA Corporate-Finance an der IBS International Banking School, New York | VR und Beratungsmandat der Gesellschaften, die zum Schützen Rheinfelden AG, Rheinfelden, Privatklinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie gehören | Stiftungsratspräsident Stiftung für psychosomatische, ganzheitliche Medizin, Rheinfelden (bis 30. 06. 2025); Verwaltungsrat Schützen Rheinfelden Holding AG, Rheinfelden; Verwaltungsrat Schützen Rheinfelden AG; Verwaltungsrat Schützen Rheinfelden Immobilien AG; Verwaltungsrat Rhein-Parking AG, Rheinfelden; Verwaltungsratspräsident Wuhrmann Immobilien AG, Rheinfelden; Präsident Verein Jakob Strasser, Kunstmaler, Rheinfelden; Präsident Puck-Vereinigung, Rheinfelden; Präsident Rotary Club Rheinfelden-Fricktal; Präsident NVR Natur- und Vogelschutz, Rheinfelden; Vorstandsmitglied Mare nostrum – End plastic soup, Arlesheim | CHF 41'254 |
| Anita Wymann 1966 Zürich/CH 27 Aktien | 7. 5. 2004 bis 23.05.2025 | Präsidentin Verwaltungsrat bis 23.05.2025; Mitglied Nominationskomitee bis 23.05.2025; Mitglied Adhoc Ausschuss bis 23.05.2025 | lic. iur.; CAS Unternehmensführung, Universität Zürich; Bankkauffrau | Mitinhaberin und Geschäfts- führerin der Wymann + Friedrich GmbH, Weiningen ZH | Präsidentin der WOGENO Zürich;Verwaltungsrätin Glattwerke Dübendorf; Dozentin für Recht sowie Banking & Finance u. a. bei Fachhochschule Kalaidos, CYP und dem KV Zürich | CHF 50'172 |
| Anna Zuber 1984 Ostermundigen/CH 5 Aktien | 20. 5. 2022 bis 23.05.2025 | Inhaberin Rolle Ethik; Vorstand Verein Innovationsfonds bis 23.05.2025 | Doktor in Wirtschaftsethik, Universität Zürich; Master Political and Economic Philosophy, Universität Bern | Leiterin der Geschäftsstelle der Nationalen Ethikkommissi- on im Bereich Humanmedizin (NEK) | OK Mitglied Queersicht | CHF 8'632 |
Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrats mit Ausnahme des Vertreters der Personalvereinigung Attila Baumgartner erfüllen die Voraussetzungen in Bezug auf
ihre Unabhängigkeit gemäss dem Rundschreiben 2017/1 Corporate Governance – Banken der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).
Mitglieder der Geschäftsleitung
| Name/Jahrgang/Wohnort/Nationalität/Bestand ABS-Aktien | im Amt seit | Zuständigkeiten in der Geschäftsleitung und Funktionen in der ABS per 31.12.2025 | Ausbildung und Titel | Interessenbindungen | Pensum/Gesamtbruttobezüge |
| Nicole Bardet
1980 Romont/CH 20 Aktien | 1. 6. 2020 | ABS 3.0; ABS+ (ad interim) | BA of Science in Management HEC; CAS HES-SO développer des organisations agiles;
CAS HES-SO en Grands défis et leadership CAS HES-SO en Communication et coaching | Mitglied Gemeindeparlament Romont (Grüne) | 100 % CHF 241'247 |
| Etienne Bonvin 1965 Brissago/CH 20 Aktien | 21. 8. 2001 bis 31.08.2025 | Treuhänder mit eidg. Fachausweis | — | 100 % CHF 145'695 | |
| Daniel Hofer
1982 Wabern CH - | 01.11.2025 | Services | Master Internationale Beziehungen, Universität Genf;
MBA & EMBA der Universitäten Rochester (USA) und Bern | Mitglied der GRÜNE Schweiz
Dozent für Leadership (TFBO) Inhaber der Stiva Management GmbH VR LABB (bis 10/26), VR STI AG und VR TUG AG | 100 % CHF 31'666 |
| Tanja Reuter 1974 Flaach/CH 20 Aktien | 1. 10. 2019 | Kundschaft Finanzieren | Betriebswirtschafterin; Finanzplanerin und Executive Master of Finance | — | 100 % CHF 227'032 |
| Michaela Suter 1977 Aarau CH - | 01.11.2025 | Kundschaft Anlegen | Master of Advanced Studies in Secondary and Higher Education MAS-SHE, Universität Zürich Chartered Financial Analyst (CFA), CFA Institute Master in Economics & Finance, lic. oec. HSG, Universität St. Gallen | 100 % CHF 33'333 | |
| Rico Travella 1966 Binningen/CH 20 Aktien | 1. 7. 2022 bis 31.08.2025 | Dr. oec. HSG | Präsident pro-KMU.net; Mitglied Vorstand Greenbuzz Zürich | 100 % CHF 163'394 | |
| Julia Trzicky 1977 Le Landeron A 3 Aktien | 03. - 09.2025 ad interim 01.10.2025 | Recht, Risiko, Finanzen Präsidentin Stiftungsrat Stiftung ABS2 Präsidentin Stiftungsrat Stiftung ABS3 | Holistische Unternehmensentwicklung Executive MBA, Universität Zürich Anwaltspatent des Kantons Zürich Lizentiat der Rechtswissenschaften der Universität Fribourg i.Ue. | Mitglied des Vorstandes des Vereins FE+MALE Think Tank | 100 % CHF 173'417 |
Ethik-Kontrollstelle
| Name/Jahrgang/Wohnort/Nationalität/Bestand ABS-Aktien | im Amt seit | Ausbildung und Titel | Hauptberuf | Interessenbindungen | Entschädigung |
| Johan Rochel 1983 Zürich/CH — | 12. 6. 2021 | Dr. jur., Université de Fribourg | Co-Gründer und Co-Geschäftsführer ethix – Lab für Innovations-ethik; Forscher EPFL | Vorstandsmitglied Verein ethix – Lab für Innovationsethik; Vizepräsident Eidg. Kommission für Migrationsfragen | CHF 25'000 an ethix |
| Jean-Daniel Strub 1975 Zürich/CH — | 12. 6. 2021 | Dr. theol., Universität Zürich | Co-Gründer und Co-Geschäftsführer ethix – Lab für Innovations ethik; Fachverantwortlicher Ethik & Lebensfragen, Institut Neumünster | Vorstandsmitglied Verein ethix – Lab für Innovationsethik; Präsident Verein männer.ch; Co-Präsident SP Kanton Zürich; Stiftungsrat Pakka Foundation; Vorstandsmitglied Verein Einfach Zürich; Vorstandsmitglied Verein Züri City Card; Mitglied Ethikkommission exit Deutsche Schweiz; Mitglied Eidg. Kommission für Frauenfragen |
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